Vor 50 Jahren
Zahlen verraten Geschichten über die Entwicklung von Grenchen

1967 beleuchtete die Stadtverwaltung in ihrem Verwaltungsbericht die Entwicklung der Stadt seit Kriegsende (1946).

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Peter Brotschi

1967 zählte Grenchen 20'341 Einwohner. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges wuchs die Stadt um 8'394 Personen oder um 70,26 Prozent. Im Berichtsjahr 1967 zählte man 6'567 Familien. Seit Kriegsende stieg ihre Zahl um 2'612 Familien oder um 75,51 Prozent an. In diesem Zusammenhang interessiert die Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt. Zählte man 1946 in unserer Stadt noch 3'347 Wohnungen, waren es 1967 bereits 6 567 Wohneinheiten. Die Anzahl hatte in der Periode um 3'320 oder um 102,234 Prozent zugenommen.

1967 wurden 132 neue Wohnungen erbaut, auch acht Einfamilienhäuser. Dazu kamen 12 Eigentumswohnungen. Die Mehrzahl – 101 Wohnungen – befanden sich in Mehrfamilienhäusern. 1967 war das zweite Jahr, in dem im Land der Leerwohnungsbestand aufgenommen wurde. In Grenchen standen 24 Wohnungen leer. Das entspricht einer Leerwohnungsziffer von 0,36 Prozent.

Der Mietzins für die 15 leer stehenden Neubauwohnungen bewegte sich zwischen 350 bis 490 Franken pro Monat und Eigentumswohnungen kosteten 125'000 bis 250'000 Franken. Das war jedoch damals für die Wohnungssuchenden zu viel. Dazu steht im Bericht: «Auch die Preise für Eigentumswohnungen können nur von einer sehr dünnen Schicht von Wohnungssuchenden aufgebracht oder verzinst werden.» (rww)