Das Bachtelen erfüllt seine Kernaufgabe, die Integration von Kinder und Jugendlichen, sehr erfolgreich. Wiederum konnten 29 Schülerinnen und Schüler aus den diversen Angeboten der Institution in die Regelschule integriert werden. 14 weitere schafften den Sprung in die Berufsbildung, also insgesamt 43 erfolgreiche Integrationen.

Umso unverständlicher erscheint es, dass die Verhandlungen mit dem VSA einfach nicht so richtig vom Fleck kommen wollen. Der Präsident des Vereins, Andreas Kummer zeigte eindrücklich auf, was seitens des Bachtelen bereits unternommen wurde. So erinnerte er daran, dass freiwillige Optimierungen bereits eingeleitet und umgesetzt worden seien: «Wir entlasten so den kantonalen Finanzhaushalt signifikant. Der Kanton zahlt für die Dauer der aktuellen Leistungsvereinbarung (2015-2018) rund 3 Millionen Franken weniger, als vertraglich zugesichert sind.»

Man habe im Weiteren die Hausaufgaben insofern gemacht, als alle vorgesehenen Massnahmen vollständig umgesetzt worden seien, inklusive die Verschiebung von Plätzen in die Region Dorneck-Thierstein und den Abbau von Sonderschulplätzen. Andreas Kummer stellte weiter fest, dass die Gebäude des Bachtelen beinahe abgeschrieben seien und deshalb der Kanton diese zu sehr günstigen Unterhaltskosten nützen kann: «Es wäre unverständlich, wenn diese günstige Infrastruktur in der Versorgungsregion nicht genützt und gleichzeitig eine teure, neue aufgebaut würde.

Fokus auf die Schule

Gesamtleiter Karl Diethelm ging in seinem Jahresbericht auf weitere geplante Optimierungen ein. Es sei relativ schnell klar geworden, dass die volle Finanzierung der Tagesgruppenplätze mittelfristig wohl kaum gesichert werden könne, da eine Fokussierung auf den Bereich Schule durch das Volksschulamt beobachtbar sei. «Aus diesem Grund versuchten wir, Lösungen zu entwickeln, welche die positiven Aspekte der Tagesgruppenbetreuung für die schulische Förderung nutzen und dennoch nicht die gleichen Kosten hervorrufen, wie eine volle Betreuung auf den Tagesgruppen.»

Noch stärker gewichtet werden soll im Übrigen die Zusammenarbeit mit der Regelschule. Dies entspreche schon immer dem Selbstverständnis des Bachtelen, «aber wir sind überzeugt, dass wir unsere Stärken noch konsequenter darauf ausrichten können und müssen. Die Verantwortlichen des Bachtelen tun also alles, um die Leistungsvereinbarung 2019-2021 doch noch unter Dach zu bringen und sind entsprechend guten Mutes, dass dies auch klappen wird. Eine diesbezügliche Sitzung mit dem Kanton wird noch diese Woche stattfinden.

Pensionierungen stehen bevor

Weiter wurde über die Nachfolgeregelung in der Gesamtleitung informiert. In den nächsten Jahren werden mit der Pensionierung von Karl Diethelm und von Christof Koch zwei Drittel der aktuellen Gesamtleitung diese verlassen. Man ist deshalb übereingekommen, die eine Vakanz in der Person von Gustav Keune, dem Leiter des Sonderpädagogischen Zentrums in Grenchen (ab August 2020), neu zu besetzen und damit die Kontinuität zu gewährleisten. Die andere Stelle soll extern vergeben werden, um auch neue Impulse von aussen aufzunehmen.
Marcel Probst, Leiter Finanzen und Infrastruktur, konnte erfreuliche Zahlen präsentieren. Die Rechnung schliesst mit einem Überschuss von 884'000 Franken (davon 383'000 Fr. Verrechnungen aus dem Vorjahr) ab. Es wurden Abschreibungen in der Höhe von 620'000 Franken getätigt.