Nach Schiesserei
Wollte der Grenchner Neonazi zu seiner Freundin?

Sebastien Nussbaumer aus Grenchen floh nach der Schiesserei im Zürcher Niederdorf nach Hamburg, wo er festgenommen wurde. Warum gerade diese Stadt in Norddeutschland? Dafür dürfte es mehrere Gründe geben.

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Sebastien Nussbaumer wurde am frühen Montagmorgen in Hamburg gefasst. Er wird verdächtigt, am Samstag in Zürich einen Mann angeschossen zu haben.

Sebastien Nussbaumer wurde am frühen Montagmorgen in Hamburg gefasst. Er wird verdächtigt, am Samstag in Zürich einen Mann angeschossen zu haben.

Tele M1

Die Freundin des 24-Jährigen soll in Buchholz in der Nordheide wohnen. Die Gemeinde liegt nur 20 Kilometer ausserhalb von Hamburg. Es könnte deshalb durchaus sein, dass Sebastien Nussbaumer nach der Tat am Samstag entschied, zu ihr zu fahren.

Ein weiterer Grund, nach Norddeutschland zu flüchten, dürften aber auch die Kontakte des bekennenden Neonazi zur dortigen rechtsradikalen Szene gewesen sein. Bereits 2008 nahm er in Hamburg an einer grossen von der Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) organisierten Demo teil.

Dort präsentierte er offen seine Tattoos (er trägt unter anderem ein Porträt von Adolf Hitler auf der Brust und einen Totenkopf am Hals) und zeigte den Hitlergruss. (ldu)