Grenchen
Windpark auf dem Grenchenberg: Alstom erhält Zuschlag für 40,7 Millionen

Die SWG hat entschieden, wer die sechs Windräder auf dem Grenchenberg bauen darf: Es ist die Firma Alstom. Im Preis von 40,7 Millionen Franken sind die Betriebskosten von 15 Jahren miteinberechnet.

Andreas Toggweiler
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Ausstellung zum Windparkprojekt im vergangenen November im Parktheater.

Ausstellung zum Windparkprojekt im vergangenen November im Parktheater.

Andreas Toggweiler

Jetzt ist klar, wer den Windpark auf dem Grenchenberg bauen darf. Dem aktuellen Amtsblatt ist zu entnehmen, dass die Schweizer Tochterfirma des französischen Alstom-Konzerns, Alstom Renewable (Switzerland) mit Sitz in Birr im Kanton Aargau das Windkraftwerk für die SWG realisieren kann.

Gegenstand der internationalen Ausschreibung war ein Gesamtkonzept mit der Realisierung der ganzen Anlage mit sechs Windturbinen inklusive Fundamente, Transport, Montage, Test und Inbetriebnahme.

Wichtigstes Kriterium waren die mit 60 Prozent gewichteten Gestehungskosten, also das Verhältnis zwischen den Kosten für die Energieanlage während ihrer gesamten angenommenen Lebensdauer von 20 Jahren und dem Netto-Energieertrag des Windparks.In den Lebensdauerkosten sind neben den Investitionskosten auch die Betriebskosten für 20 Jahre, die Kosten für Wartung und Instandhaltung für 20 Jahre, für Ersatzinvestitionen in 20 Jahren und für Entsorgungskosen in 20 Jahren enthalten.

Auch Geräusche zählten

Weitere Kriterien für den Zuschlag waren die Konzeptionsarbeit (20 Prozent Gewichtung) sowie die Schallemissionen der Windräder bei verschiedenen Windgeschwindigkeiten zwischen fünf und 14 Metern pro Sekunde. Dieses Kriterium wurde ebenfalls mit 20 Prozent gewichtet.

Auf die Ausschreibung im Internet-Publikationsorgan am 9. August 2013 sind laut dem jetzt Veröffentlichten Zuschlagsentscheid drei Angebote eingegangen. Der Zuschlag an den Anbieter Alstom ist am 24. Februar erfolgt. Der Preis von 40,726 Millonen Franken umfasst die Gesamtkosten inklusive einem Betrieb von 15 Jahren.

Per Just, Direktor der SWG, betont, dass die jetzt vergebenen Arbeiten noch nicht den Ausbau der Bergstrasse sowie den Bau der neuen Stromleitung umfassen. Diese arbeiten würden erst beim Vorliegen der Baubewilligung vergeben.

Mit dieser rechnet Just Mitte 2015, falls alles plangemäss laufe und im Baubewilligungverfahren keine Verzögerungen auftreten. Auch für das aktuelle vergabelos seien noch nicht alle Verträge unterschrieben.

«Wir haben jetzt den Anbieter gewählt», so der SWG-Chef. Just lässt auch durchblicken, dass das Mitwirkungsverfahren zu keinen Änderungen bei der Konfiguration der Generatoren geführt hat.

Die bisher geschätzten reinen Erstellungskosten der Anlage von 35 Millionen Franken bleiben laut Just aktuell und würden voraussichtlich nicht wesentlich überschritten. Eine leichte Kostensteigerung sei hingegen absehbar durch modernere Generatoren, welche bei gleicher Dimension mehr Leistung erzeugen.

Im Rahmen der Vorstellung des Windparks wurde betont, dass voraussichtlich auch das lokale Gewerbe von Aufträgen profitieren kann. Das ist im aktuellen Gesamtpaket noch nicht ersichtlich. Just rechnet aber damit, dass Beton und Armierungen für die Fundamente von lokalen Anbietern bezogen werden.

Auch neue Stromzähler

Letzen Herbst hat die SWG ebenfalls einen Auftrag für die Beschaffung von intelligenten Strom- Gas- und Wasserzählern ausgeschrieben. Auch hier ist der Zuschlag ebenfalls erfolgt und zwar für 4,04 Mio. Fr. an die Firma Optimatik AG im Appenzell-Ausserrhodischen Teufen.

Für diesen Betrag sollen bis 2020 im SWG -Gebiet alle Verbrauchsmesser auf den Smart Metering Standard gebracht werden. Eine erste Tranche von 500 Geräten wird laut Just noch dieses Jahr installiert.