GAG

Wiederum Rekordumsatz im hart umkämpften Markt – Homeoffice sorgte für Abonnentenzuwachs

Kurt M. Kohler, Geschäftsführer der GAG, freut sich über den Erfolg.

Kurt M. Kohler, Geschäftsführer der GAG, freut sich über den Erfolg.

Der regionale Telekommunikationsanbieter GAG (Gemeinschaftsantennen-Anlage Region Grenchen AG) hält sich weiter gut.

Die GAG (Gemeinschaftsantennen-Anlage Region Grenchen AG) schlägt sich im hart umkämpften Telekommunikationsmarkt weiterhin prächtig. Das zeigt ein Blick auf die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres. Es resultierte ein Rekordumsatz von 11,859 Millionen Franken und ein Gewinn von 1,326 Millionen. Das Eigenkapital stieg auf 78,4 Prozent der Bilanzsumme.

Als Wachstumstreiber erwiesen sich die Mobilangebote mit Kostensicherheit, Roaming und Flat-Abos, wie Geschäftsführer Kurt M. Hohler ausführt. Aber auch die gesamte Überarbeitung des Produkte-Portfolios des zur Quickline-Gruppe gehörenden Unternehmens sei von den Kunden gut aufgenommen worden.

Erfolgreich im Kampf mit Grosskonkurrenten

Am Gewinn partizipieren auch die Aktionärsgemeinden (Grenchen, Bettlach, Selzach, Lengnau und Pieterlen) mit einer Dividendenausschüttung von 1010 Franken je Aktie. Hauptaktionär ist die Stadt Grenchen (284 Aktien). Bettlach besitzt 56 Aktien. Insgesamt sind 15 Gemeinden an das GAG-Netz angeschlossen.

Der Erfolg der GAG ist umso erstaunlicher, als sie sich mit ihren 18 Vollzeitstellen als echtes KMU mit Grosskonkurrenten zu messen hat. «Dies ist unserem ausgezeichneten Personal zu verdanken, dann der Tatsache, dass wir stets in neueste Technik und Zuverlässigkeit investieren und schliesslich hilft uns die Allianz mit «Quickline» ungemein», begründet der Geschäftsführer diese Tatsache.

Coronakrise einigermassen gut überstanden

Natürlich ist die GAG in den letzten Monaten auch von der Coronapandemie betroffen worden. Schon früh hat man einen Krisenstab gegründet zur Sicherstellung des gesundheitlichen Schutzes der Kundschaft und der Mitarbeitenden und als erste Massnahme den Showroom geschlossen, der in der Zwischenzeit wieder geöffnet wurde. Dazu hat man einen Abholtisch ausserhalb der Geschäftsräumlichkeiten etabliert und die Belegschaft arbeitet alternierend zu 50 Prozent aus dem Homeoffice.

«Geschäftlich spürten wir einen starken Zuwachs bei den Internet-Abonnenten wegen der verbreiteten Arbeit im Homeoffice und im Bereich der Video Streaming Dienste. Auffallend war überdies die zunehmende Nachfrage nach französisch- und italienischsprachigen Programmen. In Zeiten von geschlossenen Grenzen wollten sich die Nutzerinnen und Nutzer offensichtlich aus erster Hand über das Geschehen in ihrem Land orientieren», führt Kurt M. Hohler aus.

Weitere Modernisierungen sind geplant

Wie nachhaltig diese Zuwächse sein werden, ist nur schwer voraussehbar. Für das laufende Geschäftsjahr gelte es, die Budgetzahlen trotz starker Konkurrenz und Preisdruck zu erreichen. Grosses Potenzial sieht man in den Neuerschliessungen von Haushalten, da die Bautätigkeit (noch) beträchtlich sein dürfte.

Man verfüge schon jetzt über hochaktuelle Übertragungsnetze mit sehr grosser Glasfaserdichte, trotzdem werde man auch in diesem Jahr weiter modernisieren, denn dies sei die Basis für sehr gute Dienste. «Wir haben uns vorgenommen, Marktanteile zu gewinnen bei Internet, Mobiltelefonie sowie dem interaktiven Quickline TV», wird Kurt M. Hohler konkret. Dank eines weiteren Technologieschrittes wird wohl schon dieses Jahr im übrigen Internet mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von einem Gigabit/Sekunde angeboten werden können.

«My Sports» verursacht Bauchschmerzen

Trotz der guten Zahlen und einer hohen Kundenzufriedenheit gibt es auch den einen oder anderen Wermutstropfen zu verdauen. Nicht ganz überraschend ist der nachhaltige Erfolg beim Spartensender «My Sports» weiterhin nicht in Sicht. Das Projekt «punktuelles Public WLAN» auf dem Marktplatz ist noch nicht realisiert (Schwierige Antennenstandortsuche sowie technische und kostspielige Anbindung ans GAG-Glasfasernetz). Immerhin: Seit 2018 ist Gratis-Surfen im Schwimmbad möglich und der Geschäftsführer stellt in Aussicht, dass dies auch in der Stadtbibliothek schon bald der Fall sein werde.

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