Anschluss Grenchen Nord
Wieder zwei direkte Verbindungen Grenchen-Basel

Die durchgehende Verbindung vom Laufental in die Westschweiz soll wieder hergestellt werden. Damit wäre auch Grenchen Nord wieder halbstündlich mit Basel verbunden.

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Fassade des Bahnhofs Grenchen Nord.

Fassade des Bahnhofs Grenchen Nord.

Schon wieder gute Nachrichten für Grenchner Zugfahrer: Erst kürzlich wurde bekannt, dass die Schnellzuganbindung Grenchen Süd erhalten bleibt. Jetzt soll auch die durchgehende Verbindung vom Laufental in die Westschweiz wieder hergestellt – und damit Grenchen Nord wieder halbstündlich mit Basel verbunden werden. Die kantonsrätliche Umwelt-, Bau- und Wirtschaftskommission hat am Mittwoch einem Kredit für den dazu nötigen Doppelspurausbau einstimmig zugestimmt.

Im Dezember 2015 wurde die bis dahin bestehende, direkte ICN-Verbindung Basel-Biel-Genf/Lausanne aufgehoben. Zudem besteht auf der Juralinie seither nur noch eine stündliche Verbindung über Delémont hinaus, beispielsweise zwischen Laufen und Biel sowie zwischen Grenchen Nord und Basel. Um die durchgehende Verbindung von Basel und Laufen in die Westschweiz wieder herzustellen und Biel-Grenchen Nord über Delémont wieder halbstündlich mit Basel zu verbinden, ist vorgesehen, einen zweiten Schnellzug pro Stunde zwischen Basel und Biel einzuführen.

Dies bedingt jedoch einen Doppelspurausbau auf der Strecke Duggingen-Grellingen Chessiloch. Diese Infrastrukturmassnahme wird im Rahmen des FABI/STEP Ausbauschrittes 2020 vom Bund finanziert, sofern sie Aufnahme in das Ausbaupaket findet. Darüber entscheiden wird das Bundesparlament 2019.

Die Regierungen der Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Solothurn und Jura setzen sich für eine frühere Realisierung des Doppelspurausbaus ein. Sie wollen das Projekt vorfinanzieren. Die Kosten dafür betragen rund 2,9 Millionen Franken. Der Solothurner Anteil beträgt 392 000 Franken. (PDS)