Grenchner Fasnacht
Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?

Das traditionelle Grenchner Fasnachtsdenkmal ist heuer eine Schöpfung der Hilari-Zunft. Zwar braucht es bereits erste Reparaturarbeiten – der Zunftmeister ist dennoch mächtig stolz. Die Konstruktion lädt ein zum «Durchdrehen».

Patrick Furrer
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Soll bald wieder einsatzfähig sein: das Fasnachtsdenkmal in Grenchen.

Soll bald wieder einsatzfähig sein: das Fasnachtsdenkmal in Grenchen.

Seit er denken kann, gibt es das Fasnachtsdenkmal auf dem Marktplatz schon, sagt Hanspeter Affolter, Meister der Hilari-Zunft, die für das diesjährige Denkmal verantwortlich ist. Man muss zwar aufpassen, nicht daran vorbeizugehen, ohne es zu bemerken, denn sehr auffällig ist das Denkmal nicht.

Dafür hat sich die Hilari-Zunft etwas bei der Umsetzung nach dem Fasnachtsmotto «S’tigget» gedacht und das Denkmal witzig umgesetzt: An einer grossen Stange hängen – bunt verkleidet – an einer Art Windspiel die Stundenzahlen von 1 bis 12; wer unten eine Kurbel dreht, setzt die interaktive «Uhr» in Kraft und es beginnt zu ticken – oder vielmehr, fasnächtlich zu lärmen.

Schon am Samstag wurde die Konstruktion mit fast 100 Zuschauern und unter Guggenklängen eingeweiht, sagt Oberzünftler Affolter. «Ich war selbst sehr überrascht vom Publikumsaufmarsch», gibt er gerne zu. Er ist stolz auf das Denkmal, dass seine Leute geschaffen haben. Die Hilari-Zunft zählt momentan 75 Mitglieder und ist eine aktive Zunft mit Wagenbau, Dekogruppe, Schnitzelbankgruppe und gleich zwei eigenen Musigen.

Nur eines nervte den Hilari-Zunftmeister gestern: Ausgerechnet zum Fototermin war am Denkmal eine Schweissnaht gerissen. Die Konstruktion soll aber umgehend repariert werden, versprach Affolter. Denn kaputte Uhren tiggen nicht.