Seit jeher gehen die Grenchner Fasnacht und Künstlerinnen und Künstler eine fruchtbare Symbiose ein. Vor allem als Plakettenmacher sind sie auch einem grösseren Publikum bekannt. Das diesjährige Sujet «Hesch no Puls?» wurde von Thomas Ruch umgesetzt.

Seit 1991 kommen Fasnachtsbegeisterte, die bereit sind 200 Franken oder mehr zu bezahlen, in den Genuss einer Originalgrafik zum jeweiligen Motto. Der damalige Obernarr Heinz Westreicher beauftragte den unvergessenen Bruno «Sauro» Zumstein damit, einen Druck zum Sujet «Jetz het›s di « zu erstellen.

Eine Reihe bekannter Namen

So bekannte Künstler wie Hans Peter Schumacher, Peter Travaglini, Marc Reist, Heini Bürkli und andere mehr haben seitdem eines dieser begehrten Werke erschaffen. Die Künstler nehmen jeweils an der Vernissage die Möglichkeit wahr, ihre Ideen und ihre Herangehensweise zum jeweiligen Sujet eingehender darzulegen. So auch Thomas Ruch an der Präsentation seines Werkes zu «Hesch no Puls?».

Den Närrinnen und Narren ist es selbstverständlich, freigestellt in der diesjährigen Ausgabe zu sehen, was sie wollen. Wie der Künstler aber erklärte, schwebte ihm bei der Umsetzung ein Ballon vor. Schliesslich braucht es eine gehörige Portion an Puls, damit dieser nicht in sich zusammensackt. Gleichzeitig sind aber auch die Konturen eines «Waggis», dieser so markanten Fasnachtslarve, in Form einer überdimensionierten Nase deutlich erkennbar: wohl eine Reminiszenz des Künstlers an seine Heimatstadt Basel.

Der vielseitige Künstler wohnt und arbeitet noch immer dort und in Düsseldorf. Daneben lehrt er aber auch als Dozent an der «Freien Kunstakademie Essen». Mit Grenchen verbindet ihn noch sein Atelier auf dem Areal der ehemaligen «Ebosa», in welchem er vor allem seine Holzdrucke fertigt. An der Veranstaltung im «Baracoa» bezeichnete Obernarr Diego Kummer die Käufer der Radierung –einer der wohl aufwendigsten Herstellungsformen im Bereiche der Originalgrafik – als Herzstück des fasnächtlichen Treibens.