Sandra Sieber las für das Publikum Gedichte von Johann Wolfgang Goethe, Gottfried Keller und Wilhelm Busch, sowie eine Geschichte des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen. Alle Texte befassten sich sinnigerweise mit dem Jahreswechsel, bzw. dem Jahreslauf. Andersen (1805-1875) ist das dänische Gegenstück zu den Gebrüdern Grimm. Er brachte Volksmärchen und Erzählungen in eine literarische Form.

Die von Sandra Sieber vorgelesene «Geschichte des Jahres» beschreibt den Jahreslauf mit den Jahreszeiten in Poesie-durchtränkter Sprache. Kinder (natürlich vom Storch), Hochzeitspaare und Greisinnen beleben die Welt. Tiere sprechen, auch die Jahreszeiten treten als menschliche Wesen, bzw. Machthaber auf.

Die blumige Sprache, schön dargeboten durch Sandra Sieber, erlaubte ein paar Minuten Ausklinken zum Jahresanfang und Nachdenken über den Lauf der Dinge, bevor der Alltag solches wieder verunmöglicht. Beim anschliessenden Apéro wurde Rück- und Ausblick gehalten unter Freunden und (neuen) Bekannten.

Sandra Sieber, Trägerin des Anerkennungspreises der Stadt Grenchen 2014, wird 2018 vor allem der fachlichen Weiterbildung widmen, beispielsweise an einem Meisterkurs in London, wie sie auf Anfrage erklärt. Daneben wird die Mitgründerin des Vereins «friss!Kultur» helfen, die Aktivitäten des Vereins weiter zu entwickeln. So sollen weitere Restaurants ins Konzept der «Fressnächte» eingebunden werden. Etwa monatlich soll in Grenchner Restaurants eine Art Stammtisch mit Nachtessen für Kultur-Interessierte (und solche die es werden) durchgeführt werden.

Iris Minders nächstes Projekt feiert am 17. März in ihrem eigenen Theateratelier Gänggi Uraufführung. Für das Stück «Eine schrullige Truppe» haben sich die Spielenden während der Vorbereitungsphase alles aufgeschrieben, was ihnen überhaupt nicht entspricht, was sie alles andere als lieben, wie sie nie sein möchten. Daraus hat Minder eine Komödie kreiert, den Beteiligten sozusagen ihre Schattenfigur auf den Leib geschrieben.