Die schwarz-weiss gefleckten Kühe vor dem Jauchesilo sind nicht echt. Echt ist hingegen der grosse Berner Sennenhund, der Besucherinnen und Besucher auf dem Hof der Familien Vogt und Schütz an der Jurastrasse begrüsst. Am Obstmarkt und Tag der offenen Tür ist Gelegenheit, sich mit Äpfeln für den Wintervorrat einzudecken. Zentnerweise «Idared», «Maigold», «Golden» und Co. verführen zum Kauf. Schön präsentieren sich auch die bunten Zier- und Esskürbisse. Öpfelchüechli gibt es gratis zum Naschen.

Ein Fachmann am Werk

Aufgeregtes Blöken lockt die Besucher zum neuen Gemeinschaftsstall für Schafe und Mutterkühe. Hier ist ein Schafscherer am Werk. Geschickt packt er ein Tier am Bein und legt es auf den Rücken. Mit sicherer Hand führt er die Schermaschine über Bauch, Rücken, Beine, Hals und Kopf. Die Wolle löst sich wie Vlies vom Körper. Fünf Minuten dauert die Schur und schon ist das nächste Schaf dran. Erstaunlich ruhig lassen die Tiere die Prozedur über sich ergehen. Nur ab und zu zappelt eines.

«Man muss wissen, wo man den Griff ansetzen muss, damit die Schafe still- halten», verrät André Meister, der die Schafschur als Nebenerwerb betreibt. «Das tut dem Tier nicht weh, das ist wie beim Coiffeur», versichert eine Grossmutter ihrem skeptisch dreinblickenden Enkelkind. Ein Mädchen hat Bedauern mit den geschorenen Schafen: «Die frieren ja», meint es. Mänu Allemann, der die Schafe betreut, erklärt, dass die geschorenen Tiere über eine wärmende Fett-schicht verfügen. Ausserdem wachse die Wolle rasch wieder ein paar Zentimeter nach.

Frisch ab Presse

Interessiert beobachten kleine und grosse Zuschauer Franz Saner beim Mosten. Schicht um Schicht packt er die zerkleinerten Äpfel in Jutetücher und dreht das Rad der Presse. Schäumend fliesst der Saft in den bereitgestellten Eimer. Selbstverständlich dürfen die Schaulustigen auch gleich ein Glas vom köstlichen Most versuchen.