Grenchen

Wenn im Grenchner Lindenhaus «Open House» ist, rockt die Bude

Die Musik stand schon immer im Zentrum des «Open House». HS/Archiv

Die Musik stand schon immer im Zentrum des «Open House». HS/Archiv

Musik in all ihren Formen steht im Zentrum des Anlasses Open House im Lindenhaus. Die Initiantin Regula Lüthi blickt mit etwas Wehmut auf die 9. Ausgabe. Sie ist stolz auf die Institution mit ihren Anlässen und Projekten.

Das Programm des «Open House» ist vollgepackt mit unterhaltsamen, musikalischen und bewegenden Acts, von denen die meisten natürlich von Jugendlichen präsentiert werden. Es ist die 9. Ausgabe und dabei für Lindenhausleiterin Regula «Regi» Lüthi, die im Dezember das Lindenhaus nach 10 engagierten Jahren verlässt, die letzte unter ihrer Ägide. Lüthi hat den Event initiiert und als eine von mehreren Massnahmen zur Attraktivierung des Jugendhauses etabliert.

Kein Wunder, schaut sie mit Wehmut auf den Samstag. «Ich habe viel Herzblut in das Lindenhaus gesteckt. Heute bin ich stolz, denn die Institution mit ihren Anlässen und Projekten kann sich wirklich sehen lassen.» Und sehen lassen kann sich eben auch das «Open House», das nebst einer Plattform für junge, musikalische Talente auch ein Ort der Begegnung und der Freude ist. «Eine gute Sache», betont Regula Lüthi. Musik unterhält nicht nur, sie verbindet.

Heisse Rhythmen, heisse Show

Schon um 15 Uhr geht es auf dem Festgelände los. Den ganzen Nachmittag lang steht den jüngeren Besuchern der Seilpark der Pfadi Grenchen zur Verfügung. Um 16 Uhr startet das bestens bekannte Karaoke-Singen, das bis 2011 als Talentwettbewerb durchgeführt wurde. «Ein Highlight», freut sich Regula Lüthi. Zwar habe man etwas nach Teilnehmern suchen müssen, jetzt ist aber doch ein Dutzend Nachwuchstalente bereit, auf der Bühne zu singen. Weil das Karaoke nicht mehr als Contest durchgeführt wird, wird jede eine Gewinnerin und jeder ein Gewinner sein. Das sei fairer, sagt die Cheforganisatorin, schliesslich geben alle Kinder und Teenies ihr Bestes.

Ebenfalls zu den Höhepunkten gehört auch der Auftritt von Silva Decevic, die es bei der deutschen Castingshow «Deutschland sucht den Superstar» in den Recall geschafft hatte. Natürlich ist die Liste nicht abschliessend – auch European-Song-Contest-Bewerberin Chelsea Zurflüh und andere spannende Musik- und Tanzgruppen treten am Nachmittag und am Abend auf.

Ganz besonders freuen darf sich das Publikum auf die Feuershow von Artistin Corinne Cueni. «Ein heisser Feuertanz mit verschiedenen technischen Elementen wie Swings und Würfen. Fliessend und virtuos choreografiert mit verschiedenen Feuergeräten», verspricht die Homepage der Künstlerin.

Für die Jugend mit der Jugend

Dass das «Open House» jedes Jahr ein Erfolg ist, liegt nicht allein an den Organisatoren vom Lindenhaus, die mitsamt dem Vorstand im Einsatz sind. Der Anlass wird getragen von Sponsoren wie der Jugendkommission, der Däster-Schild-Stiftung und Mathys-Stiftung, der Gemeinnützigen Gesellschaft Grenchen, den ansässigen Landeskirchen, der Stadt und AVA Sound & Light Bettlach, um nur ein paar zu nennen. «Ohne all diese ginge es nicht», sagt Regi Lüthi, weshalb sie den Sponsoren wie aber auch allen Partnern ein grosses Merci ausrichtet.

Last but not least ist das Open House nicht nur ein Event für Erwachsene und Jugendliche, er wird von letzteren auch mitgestaltet. Acht jugendliche Helfer haben für Samstag ein Ämtli übernommen. Das zeigt, dass die Arbeit im Lindenhaus wirkt. Auch das ein Grund, warum Regi Lüthi ihrem Abschied mit Wehmut entgegenblickt.

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