Strassenarbeiten
Wenn die technisierte Tiefbauequipe vorfährt, gehts rassig

Im Sommer ist die Zeit der Belagsarbeiten. Auch in Grenchen sind Strassenbauequipen unterwegs. Innert weniger Stunden haben sie die Girardstrasse neu geteert. Die Gestaltung des Platzes ist damit fertig.

Andreas Toggweiler
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Die Strasse am Dienstagabend.
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Am Mittwoch um 09:00 geht es los.
Grenchner Strassenbauequipen am Werk
So sieht der fertige Belag am Donnerstagmorgen aus.

Die Strasse am Dienstagabend.

Andreas Toggweiler

Eigentlich hat die Stadt angekündigt, die Belagsarbeiten an der Girardstrasse würden zwei Tage dauern. Doch der Spuk war bereits nach wenigen Stunden vorbei. Seit Donnerstagmorgen rollt der Verkehr wieder ungehindert.

Obwohl nur ein kurzes Belagsstück ausgewechselt wurde, fuhren die Strassenbaufirmen ihren ganzen Maschinenpark auf, der heute bei Tiefbauarbeiten zum Einsatz kommt. Und so geht alles «ruck zuck zack zack», wie das Cabaret Rotstift die Sache beschreiben würde: Noch vor der Znünipause hat eine Fräse in einem einzigen Arbeitsgang den alten Strassenbelag herausgerissen, zertrümmert und per Förderband in den Lastwagen bugsiert. Eine zweite, kleinere Maschine, die den Konturen folgen kann, macht dasselbe dem Strassenrand entlang. Der Mann mit dem Pickel hat nicht mehr viel zu tun.

Gleich hinterher folgt eine Wischmaschine, welche loses Material einsammelt und in einen kleinen Muldenkipper schüttet. «Am Nachmittag können wir teeren, dann sind wir am Abend fertig», sagt ein Arbeiter. In der Tat war bereits gegen 14 Uhr der grösste Teil des Belags eingebaut. Auch hier kommt wieder eine voll automatisierte Maschine zum Einsatz. Eine Vibrationswalze verdichtet zum Schluss den Belag. Fertig.

Der hohe Technisierungsgrad im Tiefbau reduziert schwere Handarbeit auf ein Minimum. Die Bedienung der schweren Maschinen, der Staub und der heisse Belag fordern den Strassenbauern dennoch einiges ab, wie die Schweissperlen in der Mittagshitze zeigen.

Ruderalflächen bleiben

Laut Auskunft der Bauverwaltung werden diesen Sommer in der Stadt noch zwei Strassenstücke frisch geteert: an der Schützengasse (ab Brücke BLS bis Einmündung Dählen-strasse) und an der Mühlestrasse (Weidstrasse bis zum Eingang der ETA).

Die Gestaltung des Girardplatzes ist mit diesem letzten Belageinbau hingegen fertig. Vorerst nicht mehr verändert werden die so genannten Ruderalflächen, die von den groben Kalksteinquadern eingefasst sind. Vor Jahren waren sie als Provisorium gedacht und wurden vom damaligen Stadtgärtner mit einer interessanten, auf die Kiesflächen zugeschnittenen Vegetation bepflanzt.

Inzwischen haben sie sich zu einem naturnahen Mini-Park entwickelt. Zwei Sitzbänke laden zur Rast ein. «Wir sind der Meinung, dass da der Stadtgärtnerei etwas Gutes gelungen ist», sagt Stadtbaumeister Claude Barbey. Anfangs Juli wurden die Flächen vom Gemeinderat nun dem öffentlichen Strassenraum zugeschlagen. «Die Gestaltung der Girardstrasse bleibt so», sofern nicht private Bautätigkeit Anpassungen erfordern.

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