Grenchen

Weil Party-Gast trotz Corona feierte: Für dieses Paar heisst es Quarantäne statt Hochzeit

Statt Hochzeit zu feiern sitzt Paar wegen positiv getestetem Corona-Party-Gänger in Quarantäne

Statt Hochzeit zu feiern sitzt Paar wegen positiv getestetem Corona-Party-Gänger in Quarantäne

Am Samstag sollte die Hochzeit von Laura und Matteo stattfinden. Das Paar sitzt allerdings nach einem Partyabend in Quarantäne. Sie besuchten eine Veranstaltung in Grenchen, bei welcher auch ein Corona-positiver Gast trotz verordneter Isolation teilnahm.

Ein Grenchner Paar wollte am Samstag Hochzeit feiern. Nach einem Partyabend sitzt es nun aber in Quarantäne und musste die Feier absagen.

Es wäre ihr grosser Tag gewesen. Laura und Matteo Palermo wollten am Samstag heiraten. Stattdessen müssen sie nun zuhause in Grenchen eine 10-tägige Quarantäne absitzen. Dies, weil eine Person die Woche zuvor an zwei Partys in der Uhrenstadt war, obwohl sie positiv auf das Coronavirus getestete wurde und sich in Isolation befand. Das Verlassen der Wohnung ist strengstens untersagt.

Nach den Partys im Parktheater und im Joker Club schickte der Kantonsarzt 280 Personen in Quarantäne. Und weil auch Laura und Matteo möglicherweise mit der infizierten Person Kontakt hatten, dürfen auch sie nicht mehr unter Leute. 

«Wir waren schockiert und konnten es nicht glauben. Wir dachten, es sei ein blöder Witz», berichtet Matteo Palermo gegenüber dem Regionalsender TeleM1 vom Moment, als das Team Contact Tracing sie informierte. Die Enttäuschung ist riesig, dass die Feier nun abgesagt werden musste. 

Seit Februar hätten sie gezittert, ob sie die Hochzeit durchführen können oder nicht. Aber sie hätten stets daran geglaubt. «Dass wir die Feier am Schluss wegen einer solch unverantwortungsvollen Person einen Tag vorher absagen mussten, da sind wir einfach nur frustriert», sagt Laura Palermo.

80 Gäste hätten mit dem Paar gefeiert. Immerhin sind Dienstleister den beiden entgegen gekommen und verlangen keine Strafzahlungen fürs Verschieben des Events. Dennoch dürften tausende Franken, die in Blumen, Catering und Hochzeitstorte investiert wurden, verloren sein.

Auch die Gäste hätten Zimmer für die Übernachtung reserviert. «Es betrifft nun eigentlich alle, die teilgenommen hätten.» (ldu)

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