Neuauflage
Weihnachtsfenster strahlen in Grenchen doch noch

Noch letztes Jahr war die Zukunft der Grenchner Weihnachtsfenster ungewiss. Dank privater Initiative kann dieses Jahr wieder gestaunt und bewundert werden.

Oliver Menge
Merken
Drucken
Teilen
Wie im Jahre 2008 sollen die Fenster auch heuer erstrahlen. mt Archiv

Wie im Jahre 2008 sollen die Fenster auch heuer erstrahlen. mt Archiv

Solothurner Zeitung

Die Tradition der Grenchner Adventsfenster schien vor noch nicht allzu langer Zeit dem Untergang geweiht. Keine der bisherigen Initianten wollten den Brauch fortführen, ein Aus nach nur 10 Jahren stand unmittelbar bevor.

Edith Mettler von der Firma Stick-Druck, die selber seit Längerem selber aktiv mitmachte, konnte das nicht einfach so akzeptieren und meldete sich spontan, um bei der Organisation und Durchführung mitzuhelfen und neuen Schwung hineinzubringen. «Eigentlich ist es das elfte Jahr, wir sehen es aber als Neuanfang, als das erste Jahr» sagt sie.

Adventsfenster 2011

1. Dezember: Kulturhistorisches Museum, Monika Bruder und Angela Kummer, Absyte 3
2. Dezember: Silvia Zberg und Ursula Müller, Bettlachstrasse 114
3. Dezember: Marianne Bumbacher, Bachtelenstrasse 61
4. Dezember: Familie Mettler, Rehweg 19
5. Dezember: Alterszentrum Kastels, Susanne Schmid und Mirjam Häfeli, Kastelsstrasse 31
6. Dezember: Hanna Schilt-Merz und Brigitte Schilt, Eschenstrasse 7
7. Dezember: Alterszentrum am Weinberg, Anita Vögeli, Däderizstrasse 106
8. Dezember: Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstrasse 53
9. Dezember: Claro-Laden, Luise Culmone, Rainstrasse 20
10. Dezember: Franca Carusa, Meisenstrasse 10
11. Dezember: von Büren, Kummer, Vifian, Chäsi Staad
12. Dezember: Stadt Grenchen, Esther Zimmermann, Bahnhofstrasse 23
13. Dezember: Jenny Mattila und Marc Bohner, Molerweg 7
14. Dezember: Nicole Niggli, Allmendstrasse 79
15. Dezember: Lindenhaus Grenchen, Regula Lüthi, Lindenstrasse 29
16. Dezember: Rosmarie und Urs Altermatt, Im Kornfeld 9
17. Dezember: Rita und Beat Studer, Schützengasse 80
18. Dezember: Trudi und Charles Egli, Schöneggrain 20
19. Dezember: Familie Knuchel, Däderizstrasse 82
20. Dezember: Ref . Kirchgemeinde, Christiane Mischler, Zwinglistrasse 9
21. Dezember: Castello, Frau Büttler, Tunnelstrasse 8
22. Dezember: Wohngemeinschaft Wissbächli, Frau Peter, Wissbächlistrasse 25
23. Dezember: Landi Grenchen, Frau Appoloni, Neckarsulmstrasse 50
24. Dezember: Römisch-Katholisches Pfarramt, Theres Gürber und Christa Brotschi, Eusebiushof.

«Wir», das sind neben Edith Mettler, die alle Schreibarbeiten erledigt, Flyer gestaltet und Einladungen verschickt, Renata Käser von Grenchen Tourismus, die seit Anfang mit dabei war, jetzt aber etwas kürzer treten möchte, und Silvia Z’Berg, die mithilft, wo sie gebraucht wird. Sie verteilt die Flyer in den Grenchner Geschäften und verpackt die kleinen Dankesgeschenke für die 24 Gestalter der Weihnachtsfenster.

Nicht nur Fenster

Es sei schwierig gewesen, alle Fenster zu besetzen, sagt Mettler. «Das kommt wahrscheinlich daher, weil die Leute meinen, es müsse absolut ein Fenster sein, das weihnachtlich geschmückt wird». Dem sei aber nicht so. Sie selber habe mit ihrer Familie zusammen zum Beispiel den nahen Waldrand einbezogen und aus Zuckerstangen einen «Gschänklibaum» gestaltet – in Anlehnung an «Pippi Langstrumpf» von Astrid Lindgren, die den Stadtkindern in ihrem Garten einen Geschenkbaum errichtet hatte und zum Dank dafür eine Trompete geschenkt erhielt.

«Wir haben unser ‹Fenster› mit einem kleinen Wettbewerb kombiniert. Wenn dieser Erfolg zeigt, werden wir nächstes Jahr etwas Grösseres mit allen Fensterbastlern durchführen», sagt Mettler.

Keine Grenzen

Es sei durchaus möglich, dass man einen Hauseingang oder Garten schön schmücke, der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt.

Grenchen Tourismus unterstützt die Aktion, Thermoskrüge und Tassen werden zur Verfügung gestellt. Jeweils von 17 Uhr bis 19.30 Uhr sind die «Fenster» geöffnet und am Eröffnungstag erwartet die Besucher jeweils ein warmes Getränk.