Biel
Wegen Wirtschaftskrise: Stades de Bienne verzögern sich um ein Jahr

Zwar liegen seit Anfang Dezember alle Baubewilligungen vor. Was sich seither abzeichnete, ist an Heiligabend nun aber eingetroffen: Die Eröffnung der Stades de Bienne verzögert sich wegen der Wirtschaftskrise um mindestens ein Jahr.

Samuel Thomi
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Modellbild der neuen Bieler Hockey- und Fussballstadien (hinten). zvg

Modellbild der neuen Bieler Hockey- und Fussballstadien (hinten). zvg

AZ

Der Grund für die Verzögerung: Der bisherige Totalunternehmer bekundet laut einer Mitteilung der Stadt Biel wegen der Wirtschaftskrise offenbar Mühe, Mieter für die Verkaufsflächen im Mantel der neuen Hockey- und Fussballstadien im Bözingenfeld zu finden. Daher fokussiere die HRS Real Estate AG künftig auf die Bauausführung. Neu für die Vermarktung und Finanzierung der Fachmarktflächen zuständig sind die Arco Real Estate SA und Capvest Advisors SA.

Erstere arbeitet mit HRS bereits beim Bau des neuen Thuner Fussballstadions zusammen; Letztere baut eben zusammen mit dem Kanton Bern die einstigen GM-Gebäude an der Bieler Salzhausstrasse zu einem Berufsbildungszentrum um. Total sollen die Stades de Bienne weiterhin 195 Millionen Franken kosten; der Kanton will daran 10,47 Millionen aus dem Sportfonds an den öffentlichen Teil des Stadionprojekts beisteuern.

Definitiver Entscheid in einem Jahr

Nachdem die angepassten Verträge kurz vor Weihnachten unterzeichnet wurden, seien alle Parteien «zuversichtlich und überzeugt», dass die Stades de Bienne nun «effektiv und zügig realisiert werden können». Dazu haben sich die Partner auf ein neues, mehrstufiges Verfahren zur Weiterentwicklung des Projekts geeinigt. Läuft alles nach Plan, soll spätestens in einem Jahr der definitive Bauentscheid fallen; für April 2012 ist der Spatenstich geplant. Die Eröffnung wäre laut der Stadt Biel Ende 2013 vorgesehen.