Luftraum gesichert
Wegen OSZE-Konferenz müssen Grenchner Flieger Bewilligungen einholen

Die OSZE-Konferenz läuft. Zum Schutz der Teilnehmer darf der Luftraum rund um Basel in einem Radius von 46 Kilometern nur eingeschränkt beflogen werden. Der Flughafen Grenchen liegt gerade noch in der Schutzzone.

Lea Durrer
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Für Platzrundflüge braucht es keine Bewilligung.

Für Platzrundflüge braucht es keine Bewilligung.

Felix Gerber

Die Schweizer Luftwaffe ist während der Basler OSZE-Konferenz für die Sicherung des Luftraums zuständig. Das hat auch Auswirkungen auf die regionalen Flughäfen, denn in einem Radius von 25 nautischen Meilen (rund 46 km) rund um das Zentrum von Basel ist der Flugverkehr über schweizerischem Hoheitsgebiet eingeschränkt.

Rund um das Zentrum von Basel ist der Flugverkehr über schweizerischem Hoheitsgebiet eingeschränkt.

Rund um das Zentrum von Basel ist der Flugverkehr über schweizerischem Hoheitsgebiet eingeschränkt.

Zur Verfügung gestellt

Die Luftwaffe hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt für die Dauer der Konferenz besondere Regeln und Verfahren ausgearbeitet, die An- und Abflüge zu den Flughäfen in dieser Sicherheitszone zu regeln.

Gerade noch in dieser Zone liegt der Regionalflughafen Grenchen. Während bei anderen Flugplätzen derzeit jegliche Flüge bewilligungspflichtig sind, sind Flüge in Grenchen nur «teilweise eingeschränkt», wie Skyguide-Mediensprecher Raimund Fridrich auf Anfrage mitteilt. Es brauche eine Voranmeldung und Bewilligung für Einflüge aus allen Richtungen in die von Grenchen aus kontrollierte Zone - ausser der Flieger kommt von Westen her. Wer die Zone Richtung Osten oder Norden verlassen will, braucht ebenfalls eine Bewilligung.

Die anderen Flughäfen in der Region

Einschränkungen gelten neben Grenchen auch für den Flugplatz in Langenthal BE, Dittingen BL und Pfaffnau LU. Der Heliport in Holziken AG wollte zuerst offen bleiben, hat sich dann aber entschlossen zu schliessen. Ebenso gibt es derzeit keine Flugbewegungen auf dem Segelflugplatz in Olten und auf dem Flugplatz Fricktal-Schupfart AG. (ldu)

Für Platzrundflüge gelten keine zusätzlichen Einschränkungen.

Flüge auf Sicht - wenn der Pilot die Lage seines Flugzeugs visuell und nicht durch Instrumente kontrolliert - dürfen nur auf vorgegebenen Routen geflogen werden. Alle diese Flüge sind zudem bewilligungspflichtig. Für die Bewilligung, die nur an akkreditierte Piloten und Flugzeuge erteilt werden, ist die Luftwaffe zuständig.

Ähnliche Beschränkungen gelten auch für grenznahe Gebiete von Frankreich und Deutschland.

Die Einschränkungen für den Flugbetrieb gelten noch bis zum 5. Dezember 2014, 23.59 Uhr.