Der Abfall im «Bettlerank» ist deutlich zurückgegangen, seit ein Fahrverbot eingeführt wurde. Dies konnte die Repla anlässlich der Präsentation ihres Jahresberichtes feststellen. Schon zum zweiten Mal in Folge wurde in der Region Grenchen ein Rückgang des Litterings an der Aare festgestellt. Die durch Pro Work gesammelte Abfallmenge ist 2015 auf etwa 20 000 Liter gesunken. 2013 waren es noch fast 30 000 Liter.

Für Konrad Schleiss, Präsident der Repla Grenchen Büren, ist der Rückgang durchaus erklärbar. «Das Fahrverbot im Bettlerank zeigt hier klar seine Auswirkungen.» Es habe sich gezeigt, dass überall dort, wo das Aareufer für Motorfahrzeuge nicht zugänglich sei, mit einem Rückgang der Abfallmenge zu rechnen sei.

Dies erkläre beispielsweise auch, wieso die von der Perspektive Solothurn gesammelte Abfallmenge in der gleichen Frist stetig zugenommen habe. «Das motorisierte Publikum weicht offenbar teilweise nach Bellach aus, wenn es an die Aare will».

Anlässlich der Generalversammlung vom Donnerstag orientierte Repla-Präsident Konrad Schleiss über die aktuellen Dossiers der Repla Grenchen-Büren. «Nach dem Jubiläumsjahr ist jetzt etwas Ruhe eingekehrt.» Die Repla konnte sich während vier Monaten in einer Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Grenchen präsentieren, hatte sich aber auch um laufende Projekte zu kümmern. So will sich die Organisation weiterhin für ein Agglomerationsprogramm für Grenchen, Bettlach und Lengnau einsetzen, wie Schleiss betont.

Dies auch entgegen den Avancen der Repla Espace Solothurn, die ihr Planungsgebiet offenbar bis an die Kantonsgrenze bei Grenchen ausdehnen möchte. Dies ist laut Schleiss nicht zielführend. «Ein Agglomerationsprogramm Grenchen müsste zwingend auch die Gemeinde Lengnau beinhalten», betont er.

Warten auf Lengnau

Doch Lengnau selbst hat sich noch nicht offiziell zu einem Agglomerationsprogramm Richtung Osten ausgesprochen. Erst bei einem offiziellen Ja aller drei Gemeinden Bettlach, Grenchen und Lengnau könnte eine Projektorganisation gegründet werden, die kantonsübergreifend agiert. «Dies wäre für den Kanton Solothurn nichts Neues. Die Aggloprogramme Aareland mit Olten und in der Region Basel sind ebenfalls kantonsübergreifenden aufgestellt», betont Schleiss.

Wehren will sich auch die Repla gegen den Abbau der Zugshalte in Grenchen im Fernverkehr, wie im Referenzkonzept 2025 der SBB vorgesehen, sei doch in der Region ein weiterer Ausbau des Regionalverkehrs vorgesehen: Anbindung Bözingenfeld mit Lengnau und Grenchen und Anbindung CSL-Behring an den öV. Zudem sei Grenchen weiterhin Top-Entwicklungsstandort der Hauptstadtregion und im kantonalen Richtplan ist die Ansiedlung von weiteren 4000 Arbeitsplätzen unterstützt.

Bei den landwirtschaftlichen Vernetzungsprojekten konnten die Ziele erreicht werden. Die Umsetzung durch die beiden Regionalplanungen GB und Solothurn löste 2015 Beitragszahlungen an Landwirte von 900 000 Franken aus. Erich Walker, Landwirt aus Bettlach, und Norbert Emch vom kantonalen Amt für Landwirtschaft orientierten am Abend die Delegierten über die landwirtschaftlichen Vernetzungsprojekte, welche in der Region Solothurn-Grenchen pionierhaft umgesetzt wurden.

Abgeschlossen ist das Projekt «Hopp Hase», das den Bestand der Langohren in der Witi über mehrere Jahre beobachtet hat. Seit 2013 hat sich der Bestand auf der Versuchsfläche in Selzach deutlich erholt, man vermutet als Folge des Rückgangs der Fuchspopulation. Eine positive Wirkung wird auch dünn ausgesätem Wintergetreide zugeschrieben, wie der Versuch gezeigt hat.