Grenchen
Wegen den Sparmassnahmen ist die Besucherzahl im Kultur-Historischen Museum gesunken

Die Sparmassnahmen der Stadt führten zu einer Reduktion der Öffnungszeiten im Kultur-Historischen Museum, und das zu einem Rückgang der Besucherzahl. Trotzdem ist man zufrieden.

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Kultur-Historisches Museum Grenchen

Kultur-Historisches Museum Grenchen

Kaspar Haupt

2401 Personen besuchten 2017 das Kultur-Historische Museum Grenchen. 332 Besucher weniger als im Vorjahr. Der Rückgang sei teilweise auf die Reduktion der Öffnungszeiten, welche aufgrund der Budgetkürzung der Stadt angeordnet werden mussten, zurückzuführen, schreiben die Verantwortlichen des Museums in ihrer Medienmitteilung. Stiftungsratspräsident Lukas Walter ist trotz den Sparmassnahmen mit dem auslaufenden Jahr zufrieden..

Positiv sei, dass die Besucherzahlen von Kindern und Jugendlichen gesteigert werden konnte. Ihr Anteil stieg von 18,9 Prozent auf 23,8 Prozent. Ein Blick in die Statistik zeige, dass die Ausstellung zum Kinderheim Bachtelen etwas weniger Besucher anlockte als die Ausstellung zu den Krisen in der Uhrenindustrie. «Das Auf und Ab in der Uhrenindustrie stösst auf grosses Interesse, dies nicht nur bei den Besuchern allgemein, sondern auch bei den Schulen», analysiert Lukas Walter.

Mieten für Partys

Das Kultur-Historische Museum bietet Geburtstagpartys für Kinder sowie Führungen mit Apéros für Gruppen an. Es gab 20 gebuchte Führungen teilweise mit anschliessendem Apéro und leider nur einen Kindergeburtstag. Der Marti-Schenk-Raum konnte 13 Mal vermietet werden. Das Museum führte beachtliche 33 öffentliche Veranstaltungen durch, davon sieben für Kinder. Besondere Aufmerksamkeit verdient das Museumsfest vom 9. September, das zum ersten Mal durchgeführt wurde. Ziel des Anlasses sei es, Spenden für die verschiedenen Projekte zu gewinnen, heisst es in der Mitteilung. «Die ersten Erfahrungen sind positiv, sodass wir den Anlass im nächsten Jahr wieder auf die Agenda setzen», hält Lukas Walter fest. «Wir wissen auch, was wir besser machen können.»

Ausblick ins kommende Jahr

1918 starben in Grenchen während des Generalstreiks drei Männer. Der Streik veränderte die politische Schweiz, machte er doch auf die Not breiter Bevölkerungsschichten aufmerksam. Zusammen mit dem Museum Altes Zeughaus, dem Historischen Museum Olten und dem Neuen Museum Biel bereitet das Kultur-Historische Museum eine Ausstellung zum Thema «100 Jahre Generalstreik» vor. «Grenchen in Bildern» heisst ein Gastauftritt, welcher von März bis Juli unbekannte Ansichten zu Grenchen zeigt. Die Ausstellung begleitet die Publikation des neuen Buches zur Stadtgeschichte. Die Kantonsarchäologie hat die Funde, welche bei der Überbauung bei der Schützengasse entdeckt wurden, ausgewertet. Eine Ausstellung im Herbst präsentiert die gewonnenen Erkenntnisse. Im Halbjahresprogramm sind Führungen, Vorträge und Familienanlässe geplant. Am Internationalen Museumstag vom 13. Mai 2018 wird das Museum ein buntes Familienprogramm bieten zum Thema «vernetztes Museum». (mgt/om)

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