Regierungsrat
Was macht der Solothurner Regierungsrat in den Ferien?

Die Solothurner sind in den Ferien. So auch der Regierungsrat. Wohin dessen Mitglieder verreisen, wird jedoch gehütet wie ein Staatsgeheimnis. Einzig von Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler ist bekannt: Sie reist ins Engadin.

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Die Solothurner Regierung (Gruppenbild von 2009)

Die Solothurner Regierung (Gruppenbild von 2009)

Keystone

Was macht denn die Regierung in der Sommerpause? «Ferien», so die prägnante und in der Kürze kaum zu übertreffende Antwort von Dagobert Cahannes. Der Medienbeauftragte des Solothurner Regierungsrates erklärt sich: «Darüber geben wir keine Auskunft». Man halte sich diesbezüglich zurück.

Auch wenn der Regierungsrat durch den Sommer keine Sitzungen hat und die meisten Geschäfte erledigt sind, sind die Regierungsräte jederzeit für die Staatskanzlei erreichbar. «Wenn dringende Geschäfte anliegen, die der Regierungsrat wissen sollte, informieren wir», sagt Cahannes.

Dass eine Telefonkonferenz einberufen werde, ist jedoch «äusserst selten». «In den 14 oder 15 Jahren, die ich hier arbeite, ist es ein bis zweimal vorgekommen.» So beispielsweise als der Solothurner Ständerat Ernst Leuenberger 2009 starb. Damals orientierte die Staatskanzlei die Mitglieder des Regierungsrates.

«No Comment»

Vize-Landammann Peter Gomm (Departement des Innern), Klaus Fischer (Departement für Bildung und Kultur) und Walter Straumann (Bau- und Justizdepartement) wollten sich auch auf direkte Nachfrage der az nicht zu ihren Ferienplänen äussern. Und Finanzdirektor Christian Wanner liess lediglich ausrichten, dass er «keine Ferienpläne macht, tageweise Ferientage nimmt und nur sporadisch im Büro anwesend ist».

Wesentlich gesprächiger zeigte sich Esther Gassler. Nur kurz, nachdem die az eine Anfrage verschickte, meldet sich die Volkswirtschaftsdirektorin per Telefon. «Gerade bin ich zuhause», erzählt sie. Sie hüte ihren Enkel, der kürzlich seinen 1. Geburtstag feiern durfte. «Ich sehe ihn selten. Wir beide geniessen nun unsere gemeinsame Zeit.»

Danach wird sie mit ihrem Mann nach Pontresina vereisen. Auch ihr Hund darf sie zum Wandern ins Engadin begleiten. Das wichtigste in den Ferien ist für Gassler jedoch ihr Mann. «Die Zeit für uns fehlt uns oft im Alltag», sagt die Vorsteherin des Volkswirtschaftsdepartements. Schliesslich will sie sich auch noch auf die Hochzeit ihres Sohnes von Ende Monat vorbereiten. «Danach geht der Alltag wieder los.»

«Wir sind gerne im Engadin»

Wie alle anderen Regierungsräte ist Gassler ständig erreichbar. «Die Bereitschaft gehört als Regierungsrat dazu». Bis jetzt sei jedoch noch nie passiert, dass sie ihre Ferien hätte abbrechen müssen. Ob dies der Grund ist, dass sie nicht ins Ausland geht? «Nein», meint die Regierungsrätin. Obwohl sie und ihr Mann sehr gerne reisen, bleibe oftmals nicht genug Zeit zur Vorbereitung. Und am Strand liegen sei sowieso nie «ihr Ding» gewesen.

«Wir sind gerne im Engadin», so Gassler. «Das Engadin ist quasi unsere zweite Heimat.» (ldu/bau)