Auf einem Handy eines Oberstufenschülers hat die Grencher Polizei Filmsequenzen rekonstruieren können. Die Videos zeigen folgendes:  Am 22. März übernahmen zwei Oberstufenschüler während rund 20 Minuten im Kindergarten Halden die Pausenaufsicht. Während dieser Zeit forderten sie einen Kindergartenschüler auf, sich besser zu benehmen. Er solle an die Wand stehen und könne auch gleich seinen Kopf gegen das Büchergestell stossen.

Weil andere Kindergartenkinder dies hörten, kamen weitere von ihnen dieser Aufforderung nach. Dies ist auf den Filmsequenzen zu sehen. Die Oberstufenschüler wendeten weder physisch noch psychisch Gewalt an. Sie filmten zwar Sequenzen des Vorfalls, nach ihren Angaben löschten sie diese jedoch kurze Zeit später aus eigenem Antrieb wieder.

Vorfall weiter erzählt

Die Kindergartenkinder erzählten der Kindergärtnerin vom Vorfall. Der Schulleiter des Haldenschulhauses, Roger Kurt, wurde sechs Tage später von einem Vater der Kindergartenkinder diesbezüglich kontaktiert, worauf er unverzüglich mit der Kindergärtnerin und dem Klassenlehrer der Oberstufenschüler sowie den betroffenen Eltern und Kindern des Kindergartens Kontakt aufnahm. Er benachrichtigte auch die Schulsozialarbeit, die gleichzeitig von Elternseite angegangen wurde.

Der Schulleiter des Haldenschulhauses ist seither in Kontakt mit allen Beteiligten. Am ersten Tag nach den Schulferien fand zwecks Aussprache im Kindergarten Halden ein Elternabend statt.

Oberstufenschüler werden gebüsst

Die Oberstufenschüler werden wegen Verstosses gegen das Handyverbot und die Schulhausordnung zur Rechenschaft gezogen. Es liegen keine strafrechtlich relevanten Tatbestände vor.

Der Vorfall hat aber folgen: Das Projekt Pausengötti bleibt sistiert und wird genau überprüft. Die Fachkommission Schulen Grenchen untersucht die fachlichen, administrativen und organisatorischen Aspekte des Vorfalls.