Bücher

Warum Jim Knopf noch heute für viele Kinder ein Held ist

«Jim Knopf war einfach super», lobt der siebenjährige Marc das Musical, welches im Rahmen der Kinderbilderbuchtage aufgeführt wurde. «Für uns war es eines der Highlights des Wochenendes,» erklärt Organisatorin Barbara Banga stolz.

«Es ist nicht selbstverständlich, dass wir eine so grosse Aufführung nach Grenchen holen konnten.» Die Musikvorführungen mit Jim Knopf und Schtärneföifi waren aber längst nicht alles, was den Kindern an den «Kibibuta» geboten wurde.

Im Zentrum stand, die Begeisterung für Bücher und fürs Lesen bereits bei den Kleinsten zu fördern. Es gebe heute immer weniger Eltern, die aktiv mit den Kindern zusammen Bilderbücher lesen würden, so Banga: «Die Kinderbilderbuchtage sollen einen Trend schaffen weg vom Medium Fernsehen hin zum traditionellen Medium Buch. Die Kinder profitieren ungemein davon, wenn die Eltern mit ihnen Bilderbücher anschauen.» Ein Herzstück der Kibibuta ist somit die Bilderbuchausstellung mit Verkaufsstand. Der Chinderbuechlade Bern hat dafür eine erlesene Auswahl an Büchern bereitgestellt, die sich rege verkauften. In der daran anschliessenden Leseecke hatten Eltern und Kinder die Möglichkeit, in den Büchern zu schmökern.

Einsteigen bitte!

Beliebt waren auch die insgesamt sechs Workshops zur Leseanimation, welche von Kindern zwischen drei und sechs Jahren zusammen mit ihren Eltern besucht werden konnten. «Anders als in früheren Jahren mussten wir keinen Workshop wegen zu wenig Teilnehmer absagen», zeigt sich Banga zufrieden. Die vom Verein LeseanimatorInnen Schweiz durchgeführten Workshops führten die Kinder auf spielerische Weise in die Welt der Fantasie. Eine Mutter, die mit ihrem Sohn den Workshop «eine Eisenbahnreise ans Meer» besuchte, ist begeistert: «Uns hat es grossen Spass gemacht, auf diese Reise zu gehen. Ich konnte viel profitieren und habe Ideen gesammelt, wie ich mit meinen Kindern Bücher lesen kann.»

Abgerundet wurde das Programm durch die Erlebniswelt, welche dieses Jahr unter dem Motto «alles was fährt» stand. Besonderer Beliebtheit erfreute sich dabei der Erlebniszug Emma, welcher mit den Jüngsten eine Reise ins «Kibibuta-Lummerland» machte. Ebenfalls grossen Anklang fand der Geschichtenbus der BGU, der zur fliegenden Besichtigung an den Flughafen fuhr. Stolz präsentierten die Kinder bei der Rückkehr ins Parktheater ihre Pilotenscheine.

«Ein einmaliger Anlass»

Auch Stadtpräsident Boris Banga zeigte sich erfreut, dass nach einem Jahr Unterbruch die Kinderbilderbuchtage wieder durchgeführt werden konnten: «Dieser Anlass ist einmalig in der Schweiz und zieht Fachpublikum weit über die Solothurner Grenzen hinaus an. Dass man ausserdem so grosse Kindermusicals wie Jim Knopf und Schtärneföifi engagieren konnte, ist toll.» Ebenfalls freut sich Banga, dass die Kinderbilderbuchtage keinen roten Rappen ins Budget der Stadt schreiben. Seine Ehefrau Barbara Banga jedoch klagt, dass sich die Stadt nicht aktiv zum Anlass bekenne: «Mit den Eintritten und dem Sponsoring kommen wir kaum über die Runden. Wir brauchen die Unterstützung der Stadt, damit die Kinderbilderbuchtage langfristig realisiert werden können.»

Zum jetzigen Zeitpunkt sorgt sich Banga allerdings noch nicht um die Zukunft. Sie freut sich lieber, dass die vierten Kinderbilderbuchtage so erfolgreich über die Bühne gingen. Einziger Wehmutstropfen sei die Fachtagung, die abgesagt werden musste: «Es ist sehr schade, dass es nicht geklappt hat, weil sich zu wenig Teilnehmer meldeten. Ich habe mich sehr dafür eingesetzt.»

Spannend, vielseitig und lehrreich – so wurden die vierten Kinderbilderbuchtage von Kindern und Eltern beschrieben. Das Ziel, den Jüngsten die Freude an Büchern zu vermitteln, wurde erreicht, ist Organisatorin Barbara Banga überzeugt.

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