Grenchner fasnacht

Wagenbauer kämpfen mit Platzproblemen: «Das Thema beschäftigt auch uns»

Der Presserundgang am vergangenen Samstag bot zahlreiche spannende Einblicke in pfiffige Ideen und gelungene Kreationen.

An windigen Orten zuweilen, in engen Werkräumen des Öfteren und auch an sonnenwarmen Plätzen erwarteten die Wagenbauer und die Wagenbauerinnen auf den Pressetross. Natürlich war Patrick Meier als Obernarr mit von der Partie und Thomas Baur als Umzugschef gab sich Mühe, den Zeitplan einzuhalten.

Platzprobleme beschäftigen manche der Wagenbauer. Der Augenschein bei den Salzfassnarren in Selzach zeigt dies exemplarisch. Lange Zeit war ungewiss, wie es mit dem Wagenbau der Selzacher steht. Ein Baulokal stand nicht zur Verfügung. Die Fasnächtler um Sandra Stüdeli waren sich jedoch einig: Ein Wagen muss her. Äusserst spät fanden die Narren eine Bleibe. Klein aber fein präsentiert sich der Wagen. Der Eingang zum Bauplatz ist nur 148 cm breit. Der kreativ gestaltete Wagen, der die schiere Obdachlosigkeit der Gruppierung sichtbar macht, misst in der Breite nur 144 cm. Dass nach den närrischen Tagen Platzfragen für die Wagenbauer in Selzach geklärt werden müssen, ist nicht nur Sandra Stüdeli klar.

Platznot herrscht fast bei allen Wagenbauern

«Das Thema beschäftigt auch uns», betont Philipp Häfliger, Obernarr in Selzach. Der Klimaerwärmung sei es gedankt, dass ohne Probleme im Freien gewerkt werden kann. Zwar hat die Vorgängerin der Sturmtiefs «Sabine», «Petra», etliche Spuren hinterlassen. Trotzdem sind die Aare-Schnägge auf Kurs, der Böög ist auch bereit, der «Club zum farbige Binsu» wird ein aussergewöhnliches Gefährt zeigen.
Auch wirklich kurzfristig konnten die Konstrukteure der Faschings-Zunft eine Bleibe im Industriegürtel Grenchen für ihr kreatives Tun finden. Der Wagen, der als Burg-Bar daher kommt und den Elfen der Schulschwänzer als Zufluchtsort dienen kann, ist weit fortgeschritten. Im engen Raum gibt es noch Platz für die acht Mitwirkenden eine Pizza zu zerteilen. Mit Vollgas gehen die Männer nach der Stärkung wieder ans Werk und haben sichtlich Spass an ihren Aufgaben.

Dort wo Kühe und Tauben sich gute Nacht sagen, ist der Werkplatz der Luna-Zunft angesiedelt, windig zwar, aber Platz ist genügend vorhanden. Raum wird aber wirklich gebraucht für die «Mischen tuu Luna». «Das cheibe All isch überall», verrät Patrick Füeg das Thema des werdenden Ungestüms. Einiges ist noch zu tun, unterschiedliche Meinungen zwischen Feuerwehr und Lunesen bestehen bezüglich des benötigten Kerosins.

Manche Wagen sind schon fast fertig

Die Beiträge der Hilari-Narren zur Aufwertung des Grenchner Marktplatzes haben es in sich. Gewerkelt wird seit Jahren im geschützten Rahmen mit genügendem Platzangebot. Samuel Willi und Daniel Moser, die am Bauplatz anwesend sind, können ein stark fortgeschrittenes Projekt präsentieren. Im Team wurde das Motto gewählt und im Team werden auch die Ideen umgesetzt. Der grosse Wagen wird am Umzug nicht zu übersehen sein.

Erstmals werden heuer die «Crazy Beasts» mit dem Motto «Kino der 40er-Jahre» am Fasnachtsumzug dabei sein. Ein wilder Haufen, den Fabian Affolter auf die Beine gestellt hat. Der Bar-Wagen wird an der Grenchner Fasnacht oft Präsenz markieren. Am Umzug gibt’s Tickets für das Kino von einst.
Gut zu wissen, dass auch der Grenchner Böög fast fertig ist und die Bööge-Zunft ihr 5-jähriges Bestehen feiert.

Mit 21 Nummern wird der Umzug begeistern und drei auswärtige Guggen werden mit einheimischen Schränzern für exzellente Stimmung sorgen. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf gelungene Kreationen und pfiffige Ideen am grossen Fasnachtsumzug am 23. Februar freuen.

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