Grund zur Freude hatten am Sonntag nicht nur die Fussballer von Wacker Grenchen über den 5:1-Sieg gegen Luterbach. Auch die Klubführung konnte sich über einen Erfolg freuen. Der Solothurnische Kantonal-Fussballverband (SKFV) in Person von Sekretariatsleiter Marco Begni überreichte Wacker-Geschäftsleiter Marcel Bolliger die Urkunde für die «Beste Vereinsleistung in der Saison 2010/11». Ausgezeichnet werden jene Klubs, die sich auf und neben dem Platz vorbildlich verhalten. Das heisst: Wenige Strafpunkte in Form von gelben und roten Karten sammeln, die Juniorenzahl hochhalten und diese nachhaltig fördern sowie das Durchführen gesellschaftlicher Anlässe (bei Wacker das alljährlich Ende Juni stattfindende Schüler- und Firmenturnier).

Begni betont, dass nicht nur die Fairplay-Statistik der ersten Mannschaft, sondern aller Teams – angefangen bei den Jüngsten – berücksichtigt wird. «Wacker Grenchen hat diesbezüglich in der Saison 2010/11 am meisten überzeugt. Dazu legt die Klubführung grossen Wert auf die Juniorenförderung und gliedert die Talente in die erste Mannschaft ein», sagt Marco Begni zur Auswahl pro Wacker. Warum die Urkunde erst jetzt – ein Jahr zu spät – überreicht wurde, hat folgenden Grund:Bis vor kurzem war ein Rekurs wegen eines Schiedsrichterurteils hängig, das Verfahren ist nun zugunsten der Grenchner beendet.

Aufseiten von Wacker fühlt man sich bestätigt. «Der freiwillige Aufwand in einem Verein ist riesig. Der Preis zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind», sagt Bolliger.

Gruppierung auf gutem Weg

Auf einem guten Weg scheint mittlerweile auch die Grenchner Juniorengruppierung. Seit 2009 und dem Zerfall der «RegioGrenchen» führten die fünf Vereine FCG, Wacker, Fulgor, Ital und Bettlach ihre Juniorenabteilungen alleine. Nun soll zum Vorteil aller Beteiligten wieder der Austausch von Spielern möglich werden. Marcel Bolliger liegt am Herzen, dass trotz Gruppierung die Juniorenteams unter dem Namen jenes Vereins auflaufen, dem sie angehören. Wacker verfügt auf dem Platz Grenchen über die grösste Juniorenabteilung und wollte die Namensrechte an dieser nicht einfach so hergeben. «Dass unsere Junioren in den Tabellen so gut dastehen, dahinter liegt ein enormer Aufwand – auch finanziell», so Bolliger.

Jetzt, wo die anderen Klubs Wacker das Eingeständnis zur Namensbeibehaltung zu machen scheinen, steht für Bolliger einer Gruppierung nichts mehr im Wege. «In der Sache geht es um die Junioren. In einer Gruppierung ist die Chance, dass alle zum Spielen kommen, höher als sonst.» Bolliger hofft, dass die Vereine in Zukunft wieder vermehrt am gleichen Strick ziehen. «Nur so kommen wir vorwärts.»