Präsident Erwin Fischer ging in seinem Begrüssungsvotum insbesondere auf den Sinn von Mitwirkungsverfahren ein. Im Einzugsgebiet de IHVG betraf dies in letzter Zeit die Projekte Windpark, Pistenverlängerung und Ansiedlung CSL Behring in Lengnau. Er betonte, dass solche Verfahren sehr wohl dienlich sein können, wenn alle Beteiligten mit einer gewissen Flexibilität an die Sache herangehen würden.

Der Präsident der verbandseigenen Stiftung, die sich vor allem der Förderung der Grund- und Weiterausbildung von Lernenden in den Industriebetrieben von Grenchen und Umgebung zum Ziel gesetzt hat, Reto Kohli, rief die Anwesenden dazu auf, die Berufslehre weiterhin als Königsweg zu bewerben. Man müsse sich mit der neuen Generation auseinandersetzen, auch wenn dies angesichts der Schnelllebigkeit, in welcher diese aufwüchse, nicht immer einfach sei. Im Weiteren wies er darauf hin, dass nach einer Überprüfung durch die Steuerverwaltung die Stiftung nun der Steuerpflicht unterliege. Man habe aber mit den zuständigen Behörden eine gute Übergangslösung finden können.

Die Statuten wurden insofern geändert, als nun 15 Personen dem Vorstand angehören können. Begründet wurde dies von Erwin Fischer damit, dass man die Arbeit auf mehr Schultern verteilen möchte und gleichzeitig auch das Ressort-System einführen will. Neu in den Vorstand gewählt wurden Caroline Knecht als Präsidentin des Personalausschusses, Silvio Bertini, der über ein ausgezeichnetes Beziehungsnetz verfügt, sowie der bereits angesprochene Reto Kohli. Verabschiedet wurde nach 15-jähriger Tätigkeit im Vorstand Beat Aebi.

Unspektakulär, aber solide zeigt sich die finanzielle Situation des Verbandes. Kassier Roland Schaller konnte einen kleinen Gewinn von knapp 850 Franken vermelden. Das Eigenkapital wuchs somit auf 81‘600 Franken.

Der zweite Teil der Versammlung wurde von Jürg Fleischmann bestritten. Der ehemalige REGA-, Militär –und Swissairpilot ist Gründer, Inhaber und Geschäftsführer der „Lions Air Group AG“. Diese ist unter anderem erfolgreich in der Business Aviation tätig, einem Bereich, auf den bekanntlich auch der Flughafen Grenchen vermehrt setzen will. Der Referent sieht denn auch in der geplanten Pistenverlängerung eine einmalige Chance für Grenchen. „Manager reisen, weil sie reisen müssen und sie gehen wenn möglich nicht auf die Linienflüge“, bemerkte er. Grenchen mit seiner guten Verkehrserschliessung und den kurzen Wegen sei geradezu ideal für Geschäftsflüge und besitze in dieser Hinsicht grosses Potential.