Grenchen
Vor 50 Jahren plätscherten über 20 Brunnen in der Stadt

Vor 50 Jahren plätscherten etliche Brunnen in der Stadt Grenchen. Manche an Orten, an denen man sie heute vergebens sucht. Einige Brunnen sind verschwunden, andere wurden neu geschaffen, manche sind den «grossen Männern» Grenchens gewidmet.

Rainer W. Walter
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Kunsthaus mit altem Brunnen

Kunsthaus mit altem Brunnen

AZ

1961 veröffentlichte das Wasserwerk eine Statistik über die öffentlichen Brunnen und die vorhandenen Hydranten. Insgesamt 21 Brunnen spendeten Wasser und im Fall eines Brandes standen der Feuerwehr 338 Hydranten zur Verfügung. Ein Drittel der Brunnen stand im Friedhofareal. Zwei Brunnen befanden sich in der Witi und ebenfalls zwei bei den Schulhäusern I und II. Im Stadtpark wurde das Bassin, das heute längst nicht mehr existiert, mit Wasser aus einer Brunnenanlage gefüllt.

Im Park des Parktheaters entdeckte man damals einen Brunnen. Dank einem Geschenk der damaligen Kantonalbank, verfügt die Parkanlage heute über einen zusätzlichen Brunnen, den der Künstler Peter Travaglini geschaffen hat. Je ein kleiner Brunnen floss beim Nord- und beim Südbahnhof sowie beim damaligen Arbeitsamt an der Lindenstrasse und bei der römisch-katholischen Kirche.

Dieser Brunnen ist dem Solothurner Helden von Dornach, Benedikt Hugi, gewidmet. Unweit von diesem Brunnen befindet sich die kleine, historisch interessante Brunnenanlage zu Ehren des Grenchner Uhrenpioniers Urs Schild. Weitere Brunnenanlagen befanden sich schon damals beim Reservoir an der Allmendstrasse. Die Plastik schuf der Gäuer-Künstler Cäsar Spiegel.

Schmucklose Brunnenanlagen

In den 70er-Jahren beschlossen die Behörden, die Zahl der öffentlichen Brunnen vor allem in den neu entstehenden Quartieren zu erhöhen. Damals entstanden da und dort, wie beispielsweise an der Kastelsstrasse, eher schmucklose Brunnenanlagen. Schliesslich wurde ein kleiner Brunnen vor dem Hôtel de Ville aufgestellt.

Verschwunden dagegen ist der Brunnen, den der frühere Statthalter, Cäsar Schneider, schenkte und der beim Gas- und Wasserwerk platziert war. In der Rechnung der Wasserversorgung 1961 – so nannte man die Betriebsrechnung des Wasserwerkes – sucht man vergebens nach einem Kostenausweis für den Betrieb der öffentlichen Brunnenanlagen.

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