Unsere Jasserinnen und Jasser zeigten einmalige Zocker-Qualitäten, um Grenchen gleich mehrere Male ins nationale Rampenlicht zu rücken. Zuerst spielten Adrian Schleiss, Hans Ulrich Brugger, Thomas Huser, Nathalie Schindler, Monika Dietschi und Vanessa Mettler in Flums so, dass sie den Kollegen aus Balsthal zwar höflich den Vortritt liessen, nur um dann ebenda ihr ganzes Können zu zelebrieren und den Live-Anlass für nächstes Jahr in unsere Stadt zu holen. Chapeau. Das ist keiner anderen Delegation gelungen.

Der Sommer macht sich daran, mit dem einen oder anderen Rückzugsgefecht das Unvermeidliche hinauszögern zu wollen, am Horizont zeichnet sich aber schon der goldene kulturelle Herbst ab. Kleintheater und Parktheater präsentieren ihre neuen Programme, die Volkshochschule lädt zu fortwährendem Lernen und Entdecken ein und auch die Literarische Gesellschaft scheint aus dem Dornröschen-Schlaf endgültig erwacht zu sein. Der neue Präsident Holger Greis und Kassierin Katja Leudolph haben prominente Verstärkung erhalten. Die beiden Publizistinnen Amira Hafner-Al Jabaji (Moderatorin Sternstunde Religion) und Claudia Dahinden ergänzen das Team ebenso wie Grenchens Friedensrichter und ehemalige Buchhändler Daniel Trummer und Roland Grolimund, der als Typograph unter anderem beim renommierten Walter-Verlag gearbeitet hat. Als ein Programmpunkt steht «Poesie und Musik» zu Ehren der Lyrikerin und Ordensschwester Silja Walter zu deren 100. Geburtstag fest.
Vor allem aber findet die 5. Grenchner Kulturnacht (28. September) statt. Also: Datum merken und reservieren! Das OK hat insbesondere die Grenchner Vereine und Gewerbetreibende zum Mitmachen animieren können. Entstanden ist ein vielfältiges Programm mit reichlich Lokalkolorit, das aber auch den Blick auf die weite Welt zulässt. Homepage und ein wunderschönes Booklet werden in Kürze genauer informieren.

Nur so viel: Unter dem Titel «Ausgezeichnet!» präsentieren sich diverse Kulturpreisträgerinnen und Kulturpreisträger. Das Grenchner Gewerbe bietet zehn regionalen Künstlern ein Podium zum Ausstellen ihrer Werke. Die Geschäfte stellen dazu ihre Schaufenster, Eingangs- oder Schalterhallen zur Verfügung. Gleichzeitig wird Interessierten die Gelegenheit für eine direkte Begegnung mit den Kunstschaffenden geboten. Diese finden vom 16. September bis 5. Oktober an zehn verschiedenen Tagen vor und nach der eigentlichen Kulturnacht statt.

Und zum Schluss noch dies: Der FCG 15 absolviert bekanntlich heute (17.00 Uhr, Stadion Brühl) sein erstes Heimspiel in der 2. Liga interregional. Was viele nicht wissen: Mit Kliment Nastoski (Nordmazedonien) und Samuel Zayas (Dominikanische Republik) stehen bei den Grenchner zwei Spieler im Kader, die für ihre Herkunftsländer bereits das Nationaltrikot tragen durften.