Stadtbummel
Von Nestbeschmutzern und anderen schrägen Vögeln

Oliver Menge
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Grenchen – Technologiestadt im Grünen. Die Uhrenstadt am Jurasüdfuss hat viel zu bieten: Lebensqualität und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten, einen eigenen Hausberg mit einer der schneesichersten Pisten im ganzen Jurabogen und die Witi. Unglaublich viele Sportmöglichkeiten – eine solche Sportstättenzone kann sich wirklich sehen lassen. Ein breites Kulturangebot mit Theater, Kino, Museen und Literatur. Eine der schönsten Bibliotheken weit­herum, gute Schulen, die ihre Arbeit auch in Krisenzeiten hervorragend meistern, Indus­triebetriebe, die Sorge zu ihren Angestellten tragen – wenigstens die meisten. Gewerbe, das es auch trotz Krise immer wieder schafft, sich quasi am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Einen Airport, der Grenchen zur internationalen Destination macht. Eine Stadtverwaltung, die mit gut gemachten Image-Filmen und verschiedensten Aktionen Grenchen gut aussehen lässt, für die Einwohner da ist. Politische Behörden, die erfolgreich gute Projekte auf den Schlitten bringen, wie beispielsweise den neuen Bahnhofplatz, über den Sie morgen abstimmen, liebe Leserin, lieber Leser. Eine Stadtpolizei, die zusammen mit der Kantonspolizei Grenchen zu einer der sichersten Städte der Schweiz macht. Sogar eine Zeitung und einen Stadtanzeiger, welche die wichtigsten News und besten Angebote bieten.

Und dann gibt es eben auch die Nestbeschmutzer und schrägen Vögel. Letztere muss man in einer Stadt wie Grenchen aushalten können. Die gehören dazu. Aber was soll man mit Nestbeschmutzern machen, die mit wenig Aufwand – es braucht nur ein anonymes A4-Blatt – ungeheuer viel Schaden anrichten?

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