2018 dauert nur gerade noch drei Tage. Dann prosten wir uns im Kreis der Familie oder mit Freunden zu und wünschen uns gegenseitig alles Gute, nur das Beste, viel Glück fürs neue Jahr. Oder wir setzen uns einen Moment lang hin und denken in aller Ruhe nach über die persönlich erreichten und unerreichten Ziele im verflossenen Jahr. Vielleicht lassen wir auch all die guten Vorsätze Revue passieren, die wir vor einem Jahr gefasst und nicht umgesetzt haben, oder freuen uns im Idealfall über diejenigen, bei denen wir erfolgreich waren, mit viel Durchhaltewillen und Geduld.

Wie sagte doch eine Bekannte kürzlich? «Mein Ziel für 2019 ist es, die Ziele von 2018 zu erreichen, welche ich mir 2017 gesetzt habe, weil ich mir 2016 vorgenommen hatte, das zu erledigen, was ich 2015 geplant habe, da ich es 2014 nicht geschafft habe, die Ziele von 2013 umzusetzen.»

Nun ja, es gibt Dinge, die kann man sich nicht vornehmen. Da wäre zum Beispiel die Gesundheit. Klar kann man dazu etwas beitragen, indem man sich viel bewegt, auf seine Ernährung achtet – insbesondere nach den kalorienreichen Festtagsschmäusen –, aufhört mit Rauchen, weniger Alkohol konsumiert, ein wenig bewusster lebt und sich auch nicht durch jeden Mumpitz aus der Ruhe bringen lässt, sein Nervenkostüm etwas schont. Tatsache ist aber, die Menschheit hat den Jungbrunnen noch nicht gefunden. Oder Krankheiten schlagen unvermittelt ein, ohne Vorwarnung. Dann braucht es Kraft und Zuversicht und ein Umfeld, das einem verständnisvoll und umsichtig zur Seite steht.

Was wir als Einzelne leider auch nicht beeinflussen können, spielt sich auf der grossen Bühne der Weltpolitik ab. Auf der einen Seite ein Narzisst, der sich von Lüge zu Lüge twittert, auf der anderen Seite ein eiskalter Stratege, der sich über ein neues Raketensystem freut, mit dem er Atomsprengköpfe an jeden Punkt der Erde bringen kann und munter so dem atomaren Wettrüsten wieder neuen Auftrieb gibt. Da kann man nur hoffen, dass die Vernunft obsiegt.

Was die Weltgemeinschaft in Sachen Umweltschutz und insbesondere Klimawandel tut – oder eben nicht tut –, könnte einen auch die Hoffnung verlieren lassen. Wir können nur in unserem eigenen Gärtlein unseren kleinen Anteil beisteuern und auf unsere Politik vertrauen, dass sie die richtigen Entscheidungen trifft und als gutes Beispiel vorangeht, als kleiner Nebendarsteller auf der Weltbühne. Politikerinnen und Politiker, die wir wählen dürfen, ein nicht zu unterschätzendes Privileg, von dem jeder Gebrauch machen sollte in einer gut funktionierenden Demokratie.

Das vergangene Jahr war ein bewegtes. Auch in Grenchen war einiges los, wie Sie in unserem Jahresrückblick lesen können. Es gab nicht nur negative, sondern auch eine ganze Reihe positiver Schlagzeilen. Meine ganz persönlichen Wünsche fürs 2019: Dass es noch mehr Positives aus der Uhrenstadt am Jurasüdfuss zu berichten gibt. Und dass Sie, liebe Leserin, lieber Leser, das Interesse am täglichen Geschehen behalten. In diesem Sinne wünscht Ihnen der Stadtbummler: Es guets Nöis!