Büren a. A.

Von Grausigen Masken bis zum Schweizer-Kult-Song: Narren trieben es bunt in «Türmliwil»

Unter dem Motto «Änte guet, alles guet?» fand in Büren a. A. traditionsgemäss die erste Fasnacht des Jahres statt.

Am Fasnachts-Umzug in Türmliwil (so heisst Büren jeweils während der Fasnacht am 1. und 2. Januar) nahmen die Narren das Zentrum des Aarestedtlis in Beschlag. Um 14.31 Uhr starteten Guggenmusiken sowie diverse Gruppen mit und ohne Wagen zu ihren Stedtli-Runden. Nebst den einheimischen Houzbrügg-Fägern, die ihr 25-Jahr-Jubiläum feiern und den Umzug eröffneten, nahmen verschiedene Gast-Guggen am Corso teil. Wie schon am letztjährigen Umzug sorgten die «Wiggertaler Tüfle» mit ihren furchterregenden Masken für Stimmung. Kinder der Schule Büren, die als Handy verkleidet waren, begleiteten das «Elternrat-Gefährt» und thematisierten den Schweizer-Kult-Song «079» von Lo & Leduc.

Eine positive Bilanz des Büre Nöijohr 2019 zieht Jürg Suter, Präsident der Türmliwilerzunft und Umzugschef. Er ist überzeugt, dass gerade unter den jungen Menschen die «Lust am Verkleiden» wieder zunimmt. Damit die Kostüme möglichst originell ausfallen, haben die Organisatoren dieses Jahr zum ersten Mal einen Wettbewerb auf den Social-Media-Kanälen wie Instagram oder WhatsApp lanciert. Wer von sich oder kostümierten Kollegen ein Bild eingestellt hatte, wurde von der Türmliwilerzunft-Jury bewertet bzw. prämiert. Damit auch die jungen Leute oder neu Zugezogene einen Bezug zum Büre Nöijohr herstellen können, hängen während der Fasnacht in verschiedenen Schaufenstern im Stedtli Info-Tafeln, auf denen Geschichte und Hintergrund des traditionellen Anlasses erklärt werden. Jürg Suter bedauert, dass einige Restaurantbetreiber ihren Betrieb am Büre Nöijohr geschlossen haben. «Sie befürchten, dass die Fasnächtler die Toiletten verunreinigen, die Getränke dann aber vorwiegend draussen an Ständen und im Zelt konsumieren.» Er verstehe dies gut, bedaure aber, dass die Beizen-Fasnacht, wie sie früher durchgeführt worden ist, nicht mehr in vollem Rahmen stattfinden könne. «Wir müssen nicht nur schauen, dass das Büre Nöijohr für die Jungen attraktiver wird, sondern auch bestrebt sein, der älteren Bevölkerung wieder einen stimmigen Anlass bieten zu können.»

Auch seitens der Gemeinde sind Anstrengungen im Gang, dem Büre Nöijohr wieder mehr Aufschwung zu verleihen. So wurde am 2. Januar nach der traditionellen Verbrennung des «Nimmerseelig» der Bevölkerung ein Apéro spendiert.

Schnitzelbänke im Kellertheater

Am Neujahrs-Abend fand ein erster Schnitzelbankanlass im Kellertheater statt. Dabei traten der FC Büren, die Gruppe «Venner-Spiegel», «dr Bäppu» sowie ein Neuzugang (ein «Ingenieur aus Süddeutschland») auf. Thema Nummer eins waren die Enten, die im Sommer in den Geranienkisten an der Brücke genistet hatten. Die Geschichte wurde sogar von «20 Minuten» aufgenommen und sorgte so schweizweit für Unterhaltung.
Ein zweiter Schnitzelbankabend findet am 11. Januar 2019 um 20.00 Uhr im Kellertheater statt.

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