Vernissage

«Vom Bauerndorf bis zur Uhrenmetropole» — In Grenchen feiert man die neue Stadtgeschichte

Die Autoren und Mitglieder der Begleit- und Patronatskommission präsentieren die neue Stadtgeschichte, von links: Martin Illi, Alfred Fasnacht, Luzia Meister, Fabian Saner, Salome Moser, André Schluchter, Daniel Kauz, Remo Ankli, Angela Kummer und François Scheidegger.

Die Autoren und Mitglieder der Begleit- und Patronatskommission präsentieren die neue Stadtgeschichte, von links: Martin Illi, Alfred Fasnacht, Luzia Meister, Fabian Saner, Salome Moser, André Schluchter, Daniel Kauz, Remo Ankli, Angela Kummer und François Scheidegger.

Nach mehr als fünf Jahren Arbeit fand am Montagabend die Buchvernissage der neuen Stadtgeschichte Grenchens statt. Das Buch gibt es nun im Buchhandel.

Am Montagabend fand im Gemeinderatssaal die Buchvernissage der neuen Stadtgeschichte Grenchen statt. Nach über fünf Jahren Arbeit ist jetzt das über 300-seitige Werk «Grenchen im 19. und 20. Jahrhundert – vom Bauerndorf zur Uhrenmetropole» erschienen und wurde entsprechend gefeiert. Vier Autoren haben unter der Leitung des Historikers Daniel Kauz daran gearbeitet, nebst Kauz Martin Illi, Fabian Saner und Marisa Thöni. Eine Kommission unter dem Vorsitz von Stadtarchivarin Salome Moser begleitete das Projekt und Regierungsrat Remo Ankli sass dem Patronatskomitee vor.

Die Fragen verändern sich

Der Erziehungsdirektor hielt denn auch die Ansprache zur Buchvernissage. «Die Menschen jeder Epoche stellen neue Fragen an die Vergangenheit und an die Geschichtswissenschaft. Diese Fragen verändern sich. Die Antworten auch», sagte Ankli. Den Anspruch, abschliessend zu sagen «wie es wirklich gewesen ist», habe die Geschichtswissenschaft heute nicht mehr. Aber sie könne immer wieder neue Facetten des Geschehenen beleuchten, gerade in einer Stadt mit einer dynamischen Entwicklung.

Eine andere Frage sei, wie oft die Menschen etwas aus der Geschichte lernen. Immerhin bestehe die Möglichkeit, aus der Betrachtung und dem Verstehen der Geschichte «Weisheit zur Bewältigung der Gegenwart zu gewinnen. «Geschichte wiederholt sich nicht – oder dann höchstens ein bisschen.» Ankli gratulierte der Stadt und allen Beteiligten zum vorliegenden Werk und wünschte diesem eine grosse Zahl interessierter Leserinnen und Leser.

In seinem Grusswort erinnerte Stadtpräsident François Scheidegger an die 50er-Jahre, als die Motoren der Uhrenindustrie rund liefen und dies Grenchen bedeutende Bauten wie das Parktheater, das Spital, das Schwimmbad etc. brachte, welche im Buch beschrieben sind. Doch auch über den Wirtschaftseinbruch und wie die Stadt damit umging, könne man einiges nachlesen.

«Dem Projekt lag das ambitiöse Bemühen zugrunde, den wissenschaftlichen Kriterien zu genügen und den Stoff auch Laien zugänglich zu machen – das ist gelungen», sagte Scheidegger. «Das Buch wird zweifellos zu einem Referenzwerk für die Stadtgeschichte werden.» Scheidegger dankte der Politik für die finanzielle Unterstützung, dem Lotteriefonds des Kantons Solothurn, der Bürgergemeinde, der Däster-Schild- und der Mathys-Stiftung sowie den Kirchgemeinden.

Die Autoren Daniel Kauz und Martin Illi berichteten schliesslich über ihre Arbeit an der Stadtgeschichte. Beide erzählten unter anderem von Begegnungen während ihrer Recherchearbeiten, welche ihnen Menschen und ihre Geschichte in Grenchen näher gebracht hätten.

Quasi als «Nebenprodukt» ist auch eine Bilddatenbank mit 1100 Einträgen entstanden. Die öffentliche Feier im Parktheater wurde vom Männerchor Canta Gaudio musikalisch umrahmt. Durch den Abend führte Museumsleiterin und Gemeinderätin Angela Kummer.

Meistgesehen

Artboard 1