Claude Barbey, ehemaliger Stadtbaumeister Grenchens, heute selbst Kunstschaffender mit Schwerpunkt Druckgrafiken, ist der neue Präsident der Künstlervereinigung Visarte des Kantons Solothurn.

Fragt man ihn, ob die Visarte überhaupt einen Sinn macht oder hat, so bekräftigt er dies mit einem deutlichen Ja und meint: Es geht auch um eine Reaktivierung der Visarte innerhalb der Kunstschaffenden in unserem Kanton.

Die Kunstschaffenden müssen oder sollten sich vermehrt mit Gemeinsinn für die Visarte engagieren und nicht nur für sich selber eine Chance ausrechnen, wie sie ihre Kunst an die Öffentlichkeit, an ein Publikum bringen wollen. «Der eigene Vorteil darf nie die Hauptantriebsfeder sein, weshalb man in einer solchen Vereinigung überhaupt mitmacht.»

Visarte Schweiz feiert dieses Jahr ihren 150. und die Solothurner Sektion den 90. Geburtstag. Man hat es vergessen: Die Visarte zählt heute über 100 Mitglieder; Bildhauer, Architekten, Zeichner, Maler und Vertretende aus weiteren gestalterischen Berufen. Verschiedene Aktivitäten sind 2016 vorgesehen, um diesen Gedanken des Gemeinsamen zu Beleben respektive die Bedeutung der bildenden Kunst der Öffentlichkeit wieder bewusst zu machen.

Gemeinschaft von Gleichgesinnten

Claude Barbey ist davon überzeugt, dass nur in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten heute Aufmerksamkeit erreicht werden kann. «Die Visarte kann», meint er, «vieles beleben, aktivieren und auch vielen Dingen einen besonderen Sinn geben, und dies ist vielleicht der Hauptgrund, weshalb mich diese Aktivität als Präsident angesprochen hat. So wage ich es, für eine gewisse Zeit diese Visarte zu führen. Nicht allein, sondern mit einem Team, mit Kunstschaffenden, die erkennen, dass gemeinsam viel erreicht werden kann, auch in unserer schnelllebigen Zeit.»

Zwei Druckgrafiken von Claude Barbey sind übrigens bis 31. Januar in der aktuellen Querschnittsausstellung des Kunsthauses Grenchen zu sehen. (mso)