Momentan ist eine kleine Herde von 5 Tieren gerade dabei, das Gras einer Wiese neben der christkatholischen Kirche zu fressen. «Wir haben uns letztes Jahr bei Stadtgrün Grenchen überlegt, wie man die Pflege der zahlreichen Wiesenflächen etwas wirtschaftlicher und effizienter handhaben sollen. Denn mit Mähen, Graswenden und Heuen fällt doch relativ viel Arbeit an. Da ist einer unserer Mitarbeiter mit der Idee aufgetaucht, seine Schafe dafür einzusetzen», erklärt Tobias Würsch, der Leiter von Stadtgrün Grenchen, auf Anfrage.

Die Tiere gehören Christoph Gerber, seinem Stellvertreter. Es sind Walliser Schwarznasenschafe, eine der ältesten, wenn nicht die älteste Schweizer Schafsrasse. «Seit dem 11./12. Jahrhundert wurden keine anderen Rassen eingekreuzt», erklärt Gerber. Das Walliser Schwarznasenschaf sei ein genügsames Tier, das langsam wachse und nicht zugefüttert werden müsse wie andere Rassen.

Eigentlich waren seit dem Frühling sechs Tiere im Einsatz für die Stadt. Aber weil wahrscheinlich eines der Tiere etwas gefressen hat, das ihm nicht bekam, sei es gestorben. Gerber vermutet, dass es von jemandem gefüttert wurde, obschon man ein Plakat hingestellt hat mit der Bitte, dies zu unterlassen. Zehn weitere Schafe werden nach dem Sommer zur Herde stossen. Sie sind momentan noch auf einer Walliser Alp. Im Bild ist «Müeti» zu sehen, ein älteres Muttertier und Chefin der Herde auf dem Platz. (om)