Zahlreiche Interessierte wohnten der Premiere des Multimedia-Lichtspiels mit Chorgesang  im Park des Grenchner Kunsthauses bei. Sie erwartete ein 30-minütiges Freiluftspektakel mit Videobildern, Chorgesang und Text.

Versprochen wurde "ein Rundgang, der neue Landschaften und gut gehütete Geheimnisse der allzu  vertrauten Umgebung zu Tage legt." Dieser Anspruch wurde nur teilweise eingelöst. Inspirierend waren immerhin die technisch verfremdeten Videobilder an sich und der Einbezug der Fenster der Nordfassade des Kunsthauses. Vertraut ebenfalls die makellos intonierten traditionellen Lieder des Männerchors.

Aus der Diskrepanz der traditionellen Klänge von Canta Gaudio und der bisweilen psychedelisch verfremdeten Optik der Bilder entstand  die vom Künstlerkollektiv MG Compagnie wohl gewünschte, durchaus reizvolle Spannung. 

Und da war auch noch Text, den man aber am besten vergisst. Man hat den Eindruck, ein Fremder kommt für 30 Minuten nach Grenchen und weiss nicht so recht was anfangen mit sich. Und mit der Stadt somit auch nicht.