Hilari in Grenchen
Verkehrschaos vor dem Stadthaus: Stapi muss Verkehr regeln

Der Grenchner Stadtpräsident François Scheidegger wird an Hilari von den Fasnächtlern zum Verkehrregeln verknurrt – und bekommt Spass daran.

Andreas Toggweiler
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Stapi François Scheidegger und Obernarr Diego Kummer
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Der Stapi muss eine leuchtende Jacke anziehen
Hilari in Grenchen
Stapi François Scheidegger muss den Verkehr regeln
Stapi François Scheidegger und Obernarr Diego Kummer
Wein, Gipfel und Nussbrot zum Apéro
Die Hilari Brothers feiern 35 Jahre
Laut und schräg: die Schuelschwänzer
Schuelschwänzer geben Vollgas
Schlagfrau der Schuelschwänzer
Farbenfroh: die Cocoloris
Frösche sind wieder mit dabei
Eine Schuelschwänzerin am Hilari in Grenchen
Die Schuelschwänzer

Stapi François Scheidegger und Obernarr Diego Kummer

Oliver Menge

Mit dem traditionellen Hilari-Anlass vor dem Stadthaus haben die Grenchner Fasnächtler am Mittwochabend symbolisch die Macht übernommen und den Stadtpräsidenten buchstäblich auf die Strasse geschickt. Mit Polizei-Leuchtweste und Lampe gewappnet musste dieser diesmal auf der Kreuzung vor dem Stadthaus den Verkehr regeln.

Angesichts der für den Anlass gesperrten Storchengasse erschien die Aufgabe aber auch für einen Verkehrspolizisten ad interim ohne Blechschaden lösbar. Die echten Polizisten vor Ort mussten jedenfalls nicht eingreifen. «Mit dieser Montur würde mir vielleicht auch der Gemeinderat besser folgen», meinte François Scheidegger nach getaner Arbeit.

«Monschtrööse» Fasnacht

Zuvor hatten die Guggenmusiken Cocoloris, Schuelschwänzer und Frösch sowie die Hilari-Broders das Narrenvolk samt Zuschauertross auf Betriebstemperatur gebracht, was angesichts der kühler werdenden Witterung durchaus willkommen war. An der wie immer in Versform gestalteten Übergabezeremonie der Fasnachtsplakette kündigte Obernarr Diego Kummer eine getreu dem Motto «monschtrööse» Fasnachtszeit an.

Ein bewegtes Jahr habe die Stadt hinter sich, in dem Grenchen zünftig unter die Räder des Kantons geraten sei. Doch auch stadtintern gebe es einiges zu berichten, vor allem über Vakanzen, so Kummer weiter:

Wichtigs gits vor Stadt so z’brichte

Es blibt gäng gnue wos git z’verrichte

Zum Bispüu au ir Baudirektion

U leider isch das kei Fiktion

Hets lääri Pult dört, noch und nöcher

Fasch meh als i de Strosse Löcher.

Jedenfalls, so Kummer in seiner Ansprache, habe die Suche nach städtischen Chefbeamten allerhöchste Priorität, ansonsten müsse der Stapi allenthalben selber anpacken. Was dieser wie erwähnt als Verkehrspolizist schon mal üben konnte.

Dieser zeigte sich dabei in jeglicher Hinsicht unverdrossen und optimistisch: sei es der Kantonsvogt oder die Flüchtlingswelle, alles hat für ihn auch seine positive Seite:

Ig mache mir um d Stadt kei Sorge

Dir Narre wärdets am Kanton

scho bsorge ...

s’Guete überwiegt, Flüchtling

chöi bi üs blibe

u no grad Bevölkerigszahl

id Höchi tribe