Grenchen
Verein Buddha Vipassana eröffnet sein Meditationszentrum

Über hundert Personen kamen am Sonntag zu Veranstaltungsbeginn an der Mühlestrasse 5 in Grenchen zusammen. Manche der Anwesenden waren gar aus dem Ausland angereist.

Nadine Schmid
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Hubert Bläsi und der thailändische Botschafter Chalermphol Thanjit durchtrennen das Band

Hubert Bläsi und der thailändische Botschafter Chalermphol Thanjit durchtrennen das Band

Nadine Schmid

Ungefähr um 10.30 Uhr begann die Zeremonie: Die zehn Mönche, die sich bereit erklärt hatten, den Ort zu segnen, hatten im Meditationszimmer für das Ritual ihre Plätze eingenommen und formten zusammen mit der Buddhastatue einen Kreis.

Sie alle waren auf Anfrage aus verschiedenen Ländern für diese Veranstaltung nach Grenchen gekommen. Zu ihrem Alltag gehört unter anderem das Vermitteln der Vipassana-Meditation. Diese schult die innere Achtsamkeit, wobei der Meditierende sich mit sich selber befasst und versucht, innere Ruhe zu erlangen. Dies soll Balsam für die Seele sein: «Wenn wir Sport treiben, tun wir für unseren Körper etwas Gutes, genauso verhält es sich mit dem Meditieren: Es beruhigt die Seele», beschreibt die Moderatorin des Anlasses, Nupien Srisai Fischer.

Hinter Glas

Neben den Mönchen befanden sich auch der thailändische Botschafter, Chalermphol Thanjit mit seiner Gattin und der Vizestadtpräsident Hubert Bläsi ganz nah am Geschehen. Die übrigen Zuschauer sassen vor dem verglasten Zimmer auf Kissen.

Nach der Begrüssung und dem Entzünden der Räucherstäbchen durch den Botschafter stellten die Mönche für den Segenspruch, einem tiefen, meditativen Sprechgesang, die Verbindung zum Buddha her. Dafür diente ihnen ein Faden, den sie zusammen mit der Buddhastatue in der Hand hielten. Mit diesem Zauberspruch sollte das seit 2008 bestehende Meditationszentrum nun mit Glück und Kraft erfüllt werden. Die Präsidentin Buppachailai Tookyau ist hocherfreut und fühlt sich über die Anwesenheit der Mönche geehrt.

Ihr Zentrum bietet Kurse, aber auch Einzelstunden für Menschen der Region an, wobei man auch in der kleinen Bibliothek des Centers Informationen über die buddhistische Religion und die Vipassana-Technik einholen kann. Diese Meditation ist nicht an eine Religion gebunden, sodass auch Nichtbuddhisten diese lernen und lehren können.

Respekt bezeugen

Im Anschluss wurde als Respektbezeugung vom Abt von Srinagarindravararam, Dr. Thongsoon Sryachoto, der aus Gretzenbach stammt und für dieses Ritual zum leitenden Mönch bestimmt worden war, der Buddha mit einem goldenen Tuch eingekleidet.

Am Ende der Eröffnungszeremonie wurde vor dem Haus die thailändische Nationalhymne gesungen und anschliessend vom Botschafter und von Hubert Bläsi das rote Band durchtrennt. Nach gemeinsamem Mittagessen, offeriert von freiwilligen Frauen, die so ihren Beitrag für die Mönche und das Zentrum gaben, bestand am Nachmittag die Möglichkeit nach kurzer Einführung selber an einer Meditation teilzunehmen.

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