Grenchenbergstrasse
Verblasste Inschriften sind wieder lesbar: Zwei Gedenksteine wurden erneuert

Die Strasse auf den Grenchenberg wird im kommenden Jahr 100-jährig: Das ist auf einer Inschrift zu lesen, die von der Bürgergemeinde Grenchen unlängst erneuert und gut sichtbar gemacht wurde. Die Strasse wurde durch ein Projekt realisiert, mit dem die damalige grosse Arbeitslosigkeit bekämpft wurde.

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Verblasste Inschriften sind wieder lesbar

Verblasste Inschriften sind wieder lesbar

Bilder: Peter Brotschi

Im Jahr 1921 machte sich die Wirtschaftskrise im Nachgang des Ersten Weltkriegs stark bemerkbar, dies vor allem in der Uhrenindustrie und in der Stickerei. Im März 1921 verlangten 90 Stimmberechtigte, dass die Bürgergemeinde eine ausserordentliche Bürgergemeindeversammlung einberief, um Notstandsarbeiten in Angriff zu nehmen.

Oberförster Anton Cadotsch hatte ein Projekt für die Strasse durch den Vorberg ausgearbeitet, das in der Folge realisiert wurde. 150 Arbeiter waren beschäftigt, die Hälfte davon Bürger von Grenchen. Noch heute ist es im Volksmund die «neue Bergstrasse». Die Inschrift ist unweit nach der Kreuzung der neuen Bergstrasse mit der alten Bergstrasse und kurz vor dem ersten Geländer links oben in den Felsen gehauen.

Auch Mannlosstein wurde erneuert

Die Bürgergemeinde Grenchen erneuerte auch die Jahreszahl auf dem sogenannten Mannlosstein. Dieser Stein ist einem Mann gewidmet, der im Jahr 1650 an Aussatz litt und von der Grenchner Dorfgemeinschaft zwar ausgeschlossen, aber dennoch verpflegt wurde. Er musste sein Leben ausserhalb des Dorfs im Wald fristen. Die Überlieferung sagt, dass die Lebensmittel jeweils auf diesen Stein gestellt wurden. Er befindet sich am alten Weglein etwas unterhalb des Unterschlagweges und ist nun wieder gut zu erkennen. (pbg)

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