Bettlach
Veranstalter müssen sich nach alternativer Nutzung für Zähnteschür umsehen

Die kränkelnde Zähnteschür Bettlach ist vorerst gerettet - vor allem dank der Geldspritze der Mathys Stiftung für Kultur und Wohlfahrt. Doch geheilt ist das Haus noch nicht.

Patrick Furrer
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Die Zähnteschür bleibt Bettlach dank der Mathys-Stiftung als wichtiger Kulturveranstalter erhalten.

Die Zähnteschür bleibt Bettlach dank der Mathys-Stiftung als wichtiger Kulturveranstalter erhalten.

Oliver Menge

Ziel des Zähnteschür-Vereins muss es sein, es wieder «einigermassen selbsttragend» zu führen, erklärt Präsident Peter Gross. «Wir sind gut unterwegs, müssen aber schauen, mit welchen Alternativnutzungen wir wieder Einnahmen generieren können.»

Weil eine Nachbarin auf den Beschränkungen durch eine richterliche Verfügung von 1987 beharrt (wir berichteten), wurde ein Ausschuss gegründet, der nach Lösungen sucht. Er tagt im August ein erstes Mal und besteht aus dem Vorstand plus Vertretern aus dem Gemeinderat, dem Bettle-Verein und dem Gewerbeverein. Gross betont aber, dass gute Ideen nach wie vor gesucht sind; auch der Ausschuss ist auf Hilfe angewiesen.

Bewegte Geschichte der Schür

Mit einer speziellen Aktion bemüht sich der Verein heute in einer Woche gezielt, in der Bevölkerung mehr Interesse zu wecken. Unter dem Motto «Die bewegte Geschichte der Zähnteschür» wird Vereins-Urgestein und Ex-Primarlehrer Hans Rudolf Zuber spannend über das Entstehen und Überleben der «Zähnte» in den letzten 400 Jahren berichten. Zuber selbst war Ende der 70er-Jahre massgeblich daran beteiligt, dass die Schür nicht der neuen Strasse zum Opfer fiel.

Am Informationsanlass wird auch ein kleiner Apéro offeriert. Natürlich würde man sich freuen, das eine oder andere Neumitglied im Verein begrüssen zu dürfen, sagt Peter Gross. Eine höhere Mitgliederzahl würde die Zähnteschür stärken. «Denn», wiederholt der Präsident, «noch sind wir nicht am Ziel.»

Info-Anlass mit Apéro: 13. Juni 2012, 19.30 Uhr in der Zähnteschür Bettlach.