Am Samstag findet mit «Rock the Drome» zum ersten Mal ein Rockkonzert mit vier Bands im Grenchner Radsporttempel statt.

Doch wie kommt es, dass gerade das Velodrome zu einer Pilgerstätte der Rockmusik werden soll? «Das Ganze geht eigentlich von meinem Chef aus», sagt Organisator Kilian Krähenbühl lachend. Da der stellvertretende Hallenchef Krähenbühl selbst in einer Band aktiv ist, fragte ihn Betriebsleiter Peter Wirz, ob er nicht mal Lust hätte, in der heimischen Halle zu spielen. Denn Wirz wollte dabei insbesondere der Frage nachgehen, wie sich die Klänge im Velodrome anhören.

Akustik wurde verbessert

Diese Frage ist insofern interessant, da man ja bereits an den Donnerstagabendrennen merken musste, dass die Akustik nicht gerade zu den Stärken des Velodrome gehört. Doch der Organisator kann beschwichtigen: «Die Problematik ist bekannt und wir haben nach dem Bau noch einmal viel investiert, um die Akustik nachhaltig zu verbessern.»

Bei der Auswahl der Acts hat man bei der ersten Ausgabe des «Rock the Drome» Wert darauf gelegt, eher kleineren und unbekannteren Bands aus der Schweiz eine Plattform zu bieten. «Es gibt viele Amateur-Bands in der Schweiz, die gerne einmal vor grösserem Publikum spielen würden, und denen sollte man auch die Chance bieten, sich zu verwirklichen», sagt Krähenbühl. So holte man sich die Rocktruppen Luxram Society (Schwyz), Pillar of Salt (Biel), They Were Called Sickness (Wiedlisbach) und aus dem Berner Oberland Local Council, wo Krähenbühl selbst die Gitarre spielt, an Bord.

Unterstützt wird der Anlass von einer ganzen Reihe von kleinen Sponsoren und Gönnern. Unter anderem auch vom Velodrome selbst. So wird beispielsweise die Halle kostenlos zur Verfügung gestellt, wenn auch nicht ganz uneigennützig. «Das Ziel ist es, nebst Sportlern und Hotelgästen, mittels Livemusik eine völlig neue Klientel anzusprechen», erklärt der Berner Oberländer. Ausserdem erhofft man sich, dass durch auswärtige Gäste der Name Velodrome noch grössere Bekanntheit erlangt.

Über Besucherzahlen hat man sich indes nur am Rande Gedanken gemacht. «Schön wäre es, wenn über 200 Leute kommen würden, aber grundsätzlich sind wir offen und schauen einfach mal, was auf uns zukommt», so Kilian Krähenbühl.

Eines steht jedoch bereits jetzt fest. «Rock the Drome» soll keine Eintagsfliege werden, sondern der Startschuss sein, um die Rockmusik längerfristig im Velodrome zu etablieren. «Das Ziel ist es, den Anlass jährlich durchzuführen und sich dabei jedes Mal ein wenig zu steigern», sagt der Organisator.