Bei einem Augenschein zeigte sich Revierförster Patrik Mosimann ziemlich konsterniert: «Eigentlich haben wir im Wald ziemlich Ruhe vor solchem Tun. In der letzten Zeit aber mussten wir uns ärgern. Besonders, wenn wir neben der eigentlichen Arbeit noch für die Allgemeinheit und ihren Erholungsraum aktiv werden und dies dann in dieser Weise verschmäht wird, kommt einem schon mal die Galle hoch.»

Forstraupe beschädigt

Zumindest teilweise müssen die Täter mit einigem Bedacht vorgegangen sein. Ein Holzbank, welcher Jean-Pierre Molliet von seinem Sohn geschenkt wurde, wurde mit gelben Spray traktiert. «Diese Bänke, die wir auf Bestellung anfertigen, sind bei Waldgängern und Spazierenden äusserst beliebt», erklärt der Revierförster. Offensichtlich haben die für die Verschandelung Verantwortlichen bei einer nahegelegenen Forstraupe die Spraydose besorgt. Immerhin sollte in diesem Fall die Sitzgelegenheit noch zu retten sein.

Ganz anders als im Gebiet des Limmersmattweg, wo ein ähnliches Objekt derart demoliert wurde, dass es nicht mehr zu gebrauchen ist. Die angesprochene Forstraupe wurde übrigens auch in Mitleidenschaft gezogen, einerseits durch farbliche Verunreinigung andererseits wurden auch Drehlichter demoliert.

Noch dreister trieben es die Übeltäter mit dem Zaun bei Heinz Flückigers Schafweide. Dieser wurde an diversen Stellen aufgeschnitten, und zwar ziemlich «fachmännisch».» «Mit einem normalen Seitenschneider kann dies nicht geschehen sein. Wir vermuten, dass sie sich eine massive Drahtseilschere besorgt und dann zu Werke gegangen sind,» lautet das Urteil von Patrik Mosimann.

Schilder beschädigt

Sogar vor dem Pflanzen-Lehrpfad haben die Übeltäter nicht haltgemacht und vereinzelt Hinweisschilder zersägt. «Diese konnten wir dank der Mithilfe von Sekschülern, die bei uns eine Projektwoche absolvierten, rasch wiederinstandsetzen», gibt der Förster zu Protokoll.
Eine weitere Unsitte besteht darin, das Hinweisplachen auf Holzschlag heruntergerissen und die signalisierten Umleitungen für Biker oder Wanderer in die falsche Richtung gedreht werden.

Der Besitzer des eingangs erwähnten Erholungs-Bankes hat sich übrigens per Facebook Luft gemacht. Auch Patrik Mosimann bittet darum, dass sich Personen, die etwas gesehen haben bei der Bürgergemeinde oder der Polizei melden. Die hier beschriebenen Untaten dürften grösstenteils am Wochenende vom 5. bis 7. Mai begangen worden sein.

Samstag 20. Mai traditioneller Waldgang der Bürgergemeinde. Treffpunkt 13.30 Uhr bei der Holzerhütte. Rundgang und Infos zu den Themen Rationelle Holzernte am Steilhang, Quellfassung Grabenbach EG Lengnau, Steinbruch Firsi, Waldrand Chappeli und Hochwasserschutz Chappelibach.