Grenchner Fasnacht
Untote und viele bunte Vögel an der Gosche-Nacht

Die Gosche-Nacht im Grenchner Parktheater liess wiederum alle närrischen Wünsche wahr werden

Oliver Menge
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An der Gosche-Nacht im Grenchner Parktheater gab es viel zu sehen und zu lachen, und doch gab es noch genügend Raum, um das Tanzbein so richtig zu schwingen.

An der Gosche-Nacht im Grenchner Parktheater gab es viel zu sehen und zu lachen, und doch gab es noch genügend Raum, um das Tanzbein so richtig zu schwingen.

Oliver Menge

An der 9. Grenchner Gosche-Nacht, dem Maskenball im Parktheater, ging es am Freitagabend hoch zu und her. Die Verantwortlichen der Fasnachtszeitung «Gosche» hatten das Foyer des Parktheaters aufwendig dekoriert und empfingen als Erstes diejenigen Gäste, die sie in ihrem närrischen Blatt durch den Kakao gezogen hatten. Allen voran Stadtpräsident François Scheidegger, der in seinem «Budget»-Kostüm dem Ruf des Sparers gerecht wurde. In Kombination mit der rosaroten Sonnenbrille eine wahrlich gefährliche Mischung.

Auch andere Persönlichkeiten, welche die Ehre erhalten hatten, in der «Gosche» erwähnt zu werden, setzten ihren Ruf kostümgerecht um: Jürg Vifian von der Baudirektion als amerikanischer Gangster, der ins «Ausland flüchtet», SVP-Gemeinderat Ivo von Büren als Matrose, der auch bei hartem Gegenwind und hohen Wellen seinen Job macht, SP-Präsident Remo Bill ganz in Schwarz – der ewige Schwarzmaler.

Bachelor-Kandidatin Laura Tschaggelar zeigte im sehr goldenen und sehr kurzen Cocktailkleid viel Figur und viel Bein, und SWG-Chef Per Just trat als Super-Windredli-Man auf die Bühne. Letzterem wurde von Obergosche Phippu Beiner, nach der offiziellen Eröffnung mit den Wüudbach Blosophonikern aus Oberdorf, der Prix Göschi verliehen, aufgrund seines unermüdlichen Einsatzes für – nicht gegen – Windräder.

Denn ganz im Gegensatz zu Don Quichotte habe Just weder Rost angesetzt, noch sei sein Kopf aus Pappe, hiess es in der Laudatio. Bei seinen Bemühungen, das Loch in der Kasse der SWG zu stopfen, habe er nicht nur den Wasserdruck in Grenchens Leitungen erhöht, damit die SWG danach unzählige Rohrbrüche reparieren könne, sondern kämpfe deshalb für Windmühlen. Denn genau diese Windräder, die dereinst Zeugnis von Justs heroischem Kampf ablegten, versprächen, fette Beute in die Kasse zu spülen.

Gosche-Nacht
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Das Foyer hatte sich inzwischen gut gefüllt. Auffallend viele Untote wandelten umher, in Anlehnung an die amerikanische Fernsehserie «The Walking Dead», deren 6. Staffel in wenigen Tagen beginnt. Auch Piraten, Cowboys und -girls, ein Elvis mit einer Haartolle, die «immer für eine Armlänge Abstand sorgt» und viele andere bunte Vögel bevölkerten den Saal. DJ Horse sorgte mit Schlagerhits und rockigen Beats zwischen den Showblöcken für die musikalische Untermalung und brachte die Leute dazu, das Tanzbein zu schwingen.

Fetter Guggen-Sound, präsentiert von den Schnabuwetzern Selzach und den Schuelschwänzern, drohte einem beinahe das Trommelfell platzen zu lassen. Das Publikum genoss es und machte eifrig mit. Die Stattratten kamen aus ihren Löchern hervor und liessen so manch träfen Spruch vom Zaun, ebenso die Hilari Schnibako, die keine Gelegenheit ausliessen, die Regierung in Soledurn in die Pfanne zu hauen.

Das Fest ging mit den feinen Klängen der Cocoloris und der Hilari Broders weiter bis früh in die Morgenstunden – und bis spät in der Nacht trafen immer wieder aufs Neue fantasievolle Kostümierte ein, um hier ein gediegenes Fasnachtsfest zu feiern. Die Gosche-Nacht hielt einmal mehr, was sie versprach.