An der 9. Grenchner Gosche-Nacht, dem Maskenball im Parktheater, ging es am Freitagabend hoch zu und her. Die Verantwortlichen der Fasnachtszeitung «Gosche» hatten das Foyer des Parktheaters aufwendig dekoriert und empfingen als Erstes diejenigen Gäste, die sie in ihrem närrischen Blatt durch den Kakao gezogen hatten. Allen voran Stadtpräsident François Scheidegger, der in seinem «Budget»-Kostüm dem Ruf des Sparers gerecht wurde. In Kombination mit der rosaroten Sonnenbrille eine wahrlich gefährliche Mischung.

Auch andere Persönlichkeiten, welche die Ehre erhalten hatten, in der «Gosche» erwähnt zu werden, setzten ihren Ruf kostümgerecht um: Jürg Vifian von der Baudirektion als amerikanischer Gangster, der ins «Ausland flüchtet», SVP-Gemeinderat Ivo von Büren als Matrose, der auch bei hartem Gegenwind und hohen Wellen seinen Job macht, SP-Präsident Remo Bill ganz in Schwarz – der ewige Schwarzmaler.

Bachelor-Kandidatin Laura Tschaggelar zeigte im sehr goldenen und sehr kurzen Cocktailkleid viel Figur und viel Bein, und SWG-Chef Per Just trat als Super-Windredli-Man auf die Bühne. Letzterem wurde von Obergosche Phippu Beiner, nach der offiziellen Eröffnung mit den Wüudbach Blosophonikern aus Oberdorf, der Prix Göschi verliehen, aufgrund seines unermüdlichen Einsatzes für – nicht gegen – Windräder.

Denn ganz im Gegensatz zu Don Quichotte habe Just weder Rost angesetzt, noch sei sein Kopf aus Pappe, hiess es in der Laudatio. Bei seinen Bemühungen, das Loch in der Kasse der SWG zu stopfen, habe er nicht nur den Wasserdruck in Grenchens Leitungen erhöht, damit die SWG danach unzählige Rohrbrüche reparieren könne, sondern kämpfe deshalb für Windmühlen. Denn genau diese Windräder, die dereinst Zeugnis von Justs heroischem Kampf ablegten, versprächen, fette Beute in die Kasse zu spülen.

Das Foyer hatte sich inzwischen gut gefüllt. Auffallend viele Untote wandelten umher, in Anlehnung an die amerikanische Fernsehserie «The Walking Dead», deren 6. Staffel in wenigen Tagen beginnt. Auch Piraten, Cowboys und -girls, ein Elvis mit einer Haartolle, die «immer für eine Armlänge Abstand sorgt» und viele andere bunte Vögel bevölkerten den Saal. DJ Horse sorgte mit Schlagerhits und rockigen Beats zwischen den Showblöcken für die musikalische Untermalung und brachte die Leute dazu, das Tanzbein zu schwingen.

Fetter Guggen-Sound, präsentiert von den Schnabuwetzern Selzach und den Schuelschwänzern, drohte einem beinahe das Trommelfell platzen zu lassen. Das Publikum genoss es und machte eifrig mit. Die Stattratten kamen aus ihren Löchern hervor und liessen so manch träfen Spruch vom Zaun, ebenso die Hilari Schnibako, die keine Gelegenheit ausliessen, die Regierung in Soledurn in die Pfanne zu hauen.

Gosche-Nacht Grenchen 2016

Das Fest ging mit den feinen Klängen der Cocoloris und der Hilari Broders weiter bis früh in die Morgenstunden – und bis spät in der Nacht trafen immer wieder aufs Neue fantasievolle Kostümierte ein, um hier ein gediegenes Fasnachtsfest zu feiern. Die Gosche-Nacht hielt einmal mehr, was sie versprach.

Das Fasnachts-Quiz

Was bedeutet der Ausdruck „Fasnacht“?

Für die Nacht des Fastens, die man ausgelassen feiert.

Die Fastnacht bezeichnet die Zeit vor der sechswöchigen Fastenzeit – und diese soll ausgelassen gefeiert werden.

Es ist ein Brauch, der dafür sorgt, dass alle bösen Geister vor Weihnachten verscheucht werden. Und damit sie nicht wiederkommen, wird dann bis zu Beginn der Osterzeit weitergefeiert.

Wann beginnt die Fastenzeit?

Die Fastenzeit beginnt am Fastnachtsdienstag.

Die Fastenzeit beginnt am Dreikönigstag.

Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch.

Welchen Heiligen feiert man am 11.11.?

Am 11.11. ist der Martinstag.

Es ist der Tag des Heiligen Franziskus (von Assisi).

Am 11.11. ist der Tag des Abschiedes vom Fleisch „carne vale“, aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet es „Fleisch lebe wohl“.

Wann beginnt die Fasnacht?

Am 11.11.

Am Fastnachtsdienstag.

Am 6.1.

Was hat es mit den Fasnachtschüechli auf sich?

Die Fasnachtschüechli sind ein Fettgebäck aus Mehl, Rahm und Zucker und sind ursprünglich eine Eigenheit der Basler Fasnacht. Mittlerweile sind sie aber in der ganzen Schweiz verbreitet.

Der Teig der Fasnachtschüechli besteht mehrheitlich aus Mehl, Rahm und Zucker. Der Fasnachtsbrauch sagt, dass vor der Fastenzeit alle Lebensmittel, die nicht „fastentauglich“ sind, aufgegessen werden müssen.

Es ist ein Fettgebäck, das besonders bekömmlich und nährhaft ist. Wegen dem hohen Fettanteil eignet es sich gut für die Fasnachtszeit, weil man in der winterlichen Kälte lange draussen feiert.

Aus welcher Fasnachtsregion stammt die Mehlsuppe?

Aus der Fasnacht-Hochburg Basel.

Die Mehlsuppe ist eine gesamtschweizerische Fasnachtstradition.

Wer hat‘s erfunden? – Natürlich die Aargauer.

Von wann bis wann dauert der Höhepunkt der Fasnacht üblicherweise?

Die Fasnacht beginnt am 11.11. und hört am „schmotzigen Donnerstag“ auf.

Die Fasnacht beginnt am „schmotzigen Donnerstag“ und endet mit dem Aschermittwoch.

Die Fasnacht beginnt am Dreikönigstag. Höhepunkt ist der „schmotzige Donnerstag“ und am Aschermittwoch nachts um 12 Uhr endet die Fasnachtszeit.

Warum heisst der "schmotzige Donnerstag" eigentlich so?

Es ist der schmutzige - im Sinne von - nicht saubere Donnerstag.

Der „schmotzige Donnerstag“ ist der letzte Tag, an dem man nochmal schlemmen kann.

An diesem Tag schmiert man sich dunkle Farbe ins Gesicht, um schmutzig zu sein.

Wofür steht der Aschermittwoch?

An diesem Tag wird vielerorts ein Feuer oder ein Bögg angezündet. Wegen der vielen Asche, hat der Tag auch seinen Namen bekommen

Am Tag der Asche beginnt die 40-tägige Fastenzeit.

Am Tag der Asche ist die Fastenzeit endlich vorüber.

Wie beginnt die Luzerner Fasnacht?

Mit dem Urknall am „schmotzigen Donnerstag“.

Mit dem Morgenstreich am „schmotzigen Donnerstag“.

Mit dem offiziellen Umzug am „schmotzigen Donnerstag“.

Welcher Brauch gehört traditionell zur Badener Fasnacht?

In Baden werden die Geister ausgegeiselt.

In Baden wird der „Füdlibürger“ auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

In Baden gibt es ein traditionelles Strohfeuer.

Was bedeutet „Hilari“?

Hilari heisst heiter oder fröhlich.

Lachen ist gesund.

Oh Freude, es ist Fasnachtszeit.

In welcher Stadt gehört die Orangenschlacht zur traditionellen Fasnachtseröffnung?

Solothurn.

Aarau.

Luzern.

Wo wird an der Fasnacht „chesslet“?

Basel.

Solothurn.

Aarau.

Was trägt man an der Solothurner „Chesslete“?

Ein weisses Hemd und ein rotes Halstuch, das vorne geknöpft wird.

Schwarze Kleidung und ein rotes Halstuch, das seitlich geknöpft wird.

Die Kleidung spielt an der Solothurner „Chesslete“ keine Rolle.

Was ist ein „Räbehegel“?

Der „Räbehegel“ ist der Aarauer Rebendieb, der in der Fasnachtszeit umhergeht.

„Räbehegel“ steht für den bevorstehenden Hagel, der die Reben beschädigen kann. In der Badener Fasnachtszeit wird dieser böse Geist bekämpft.

Der Klingnauer „Räbehegel“ hetzt die Schüler am „schmotzigen Donnerstag“ aus den Klassenzimmern und jagt sie mit der Geissel durch das Städtli.

In welchem Aargauer Städtchen wird der Brauch der Salmlandung gepflegt?

Laufenburg.

Aarau.

Brugg.

Wie funktioniert das Konfettispalten?

Jedes Konfetti wird von Hand in zwei Teile zerrissen. Dies ist ein alter Brauch der Stadt Olten.

Ein schwarz-weisses Konfetti wird mit einem Beil in zwei Teile geteilt.

Konfetti spalten ist sinnbildlich zu verstehen: Dabei wird einfach Konfetti in die Luft geworfen – von Fasnächtlern und den Guggenmusigen.

Was passiert bei der „Userüerete“?

Die feudalen Herren der Stadt Bremgarten werden von den Bauern mit Geisseln aus der Stadt getrieben.

Die Schpitelturm-Clique wirft nach dem Schlachtruf „Heego Naaro“ Süssigkeiten, Orangen und Zeltli aus dem Schpitel-Wagen.

Die Schpitelturm-Clique jagt die Kinder durch die Stadt Bremgarten.

Wie heisst das Konfetti an der Basler Fasnacht?

Räppli.

Gonfi.

Gonfätti.

Wo wohnt das "Chaister Haldejoggeli"?

In Hallwil.

In den Freiämter Halden.

Im Hardwald.

Oh, oh, oh. Weniger als 50 Prozent der Antworten sind richtig. Da muss noch ein wenig geübt werden.

Machen Sie das Quiz nochmals!

Sie sind ein waschechter Fasnächtler: Sie haben mehr als 50 Prozent der Fragen richtig beantwortet.

Herzliche Gratulation!