Grenchen
Unterschriftensammlung eingereicht: Der Bus soll auch ins Bachtelen fahren

Anwohner der Quartiere Bachtelen, Zelgweg und Tannhof möchten wieder ans Busnetz angeschlossen werden. Sie haben im Hôtel-de-Ville eine Petition mit 121 Unterschriften eingereicht.

Andreas Toggweiler
Drucken
Teilen
Übergabe der Petition im Stadthaus (von links): Nathaly Meier, Stadtschreiberin Luzia Meister, BGU-Chef Hans-RudolfZumstein, Gertrud Christen, Stadtpräsident François Scheidegger, Ursula Hengartner, Mario Macia mit Celia.

Übergabe der Petition im Stadthaus (von links): Nathaly Meier, Stadtschreiberin Luzia Meister, BGU-Chef Hans-RudolfZumstein, Gertrud Christen, Stadtpräsident François Scheidegger, Ursula Hengartner, Mario Macia mit Celia.

Andreas Toggweiler

«Ich war selber erstaunt, wie begeistert die Leute unterschrieben haben», meinte Gertrud Christen, Anwohnerin am Zelgweg, anlässlich der Übergabe der gesammelten Unterschriften im Stadtpräsidium. Viele Quartierbewohnerinnen und -bewohner seien überzeugt, dass der Bus ins Quartier zurückkehren soll.

Denn einen Bus habe es im Quartier schon einmal gegeben. Dieser sei aber im Zuge von Sparmassnahmen in den 1990er-Jahren eingestellt worden. Die Anwohner im Nordwestquartier fügten sich in ihr Schicksal.

Weisser Fleck im Nordwesten

«Heute ist die Situation eine andere», meint Christen. Die Einwohner seien älter geworden, bisweilen schlecht zu Fuss und würden deshalb eine Anbindung ans Busnetz sehr schätzen. Auch wenn das öffentliche Verkehrsangebot in Grenchen im Allgemeinen inzwischen sehr gut sei, bleibe doch dieser weisse Fleck im Nordwesten der Stadt bestehen. Dort habe man nach wie vor beträchtliche Fusswege bis zur nächsten Busstation zurückzulegen.

Stadtpräsident François Scheidegger versicherte, man werde das Anliegen wohlwollend prüfen und abklären, ob und bis wann eine Verbesserung des Angebots möglich sei – und was dies kosten würde. Wie immer bei öV-Fragen habe hier auch der Kanton mitzureden. Dieser habe sich bisher sehr für das Grenchner Busangebot engagiert.

BGU-Chef Hans-Rudolf Zumstein würde sich über eine weitere Buslinie freuen, und meinte, wenn der Weg zu einer Busstation mehr als 250 Meter betrage, seien zusätzlich Haltestellen konzeptmässig erlaubt. Er gab aber zu bedenken, dass es sich um eine Stichlinie handeln müsse, da ein Betrieb bis hinauf an die Allerheiligenstrasse aufgrund der engen und am Schluss sehr steilen Strasse nicht möglich sei. Es gelte, Lösungen zu finden, die mit dem heutigen Fahrzeugbestand machbar seien, beispielsweise mit einem Kleinbus. Auch einen Rufbus oder ein nur sporadischer Fahrplan sei denkbar.

So oder so müsste ein dreijähriger Versuchsbetrieb zeigen, ob die nötigen Frequenzen auf einer neuen Buslinie erreicht werden.

Aktuelle Nachrichten