Zuständig in Grenchen für die Nomination von Personen für den Anerkennungspreis ist die Kulturkommission. Diese wiederum schlägt der Gemeinderatskommission die Nominierten vor. In den vergangenen Jahren wurden diese dort ohne Weiteres abgesegnet.

Alte Geschichte offenbar neu aufgewärmt

Nicht so dieses Jahr für die Vergabe des Anerkennungspreises 2012, wie das Banga-kritische Portal «grenchen.net» heute schreibt. So sollte ursprünglich die langjährige Mitarbeiterin im Jugendzentrum Lindenhaus, Regula Lüthi, den Preis erhalten. Grenchens Stadtpräsident und SP-Mitglied Boris Banga wies aber den Antrag der Kulturkommission in der Gemeinderatskommission wieder an die erste Stelle zurück.

Für «grenchen.net» liegt der Verdacht nahe, dass das Engagement Lüthis im Trägerverein der Kinderbilderbuchtage den Ausschlag gab. Deren Präsidentin Barbara Banga, auch Ehefrau von Stadtpräsident Boris Banga und Ständeratskandidatin, publizierte unter falschem Namen vor zwei Jahren diffamierende Einträge auf «grenchen.net». Zahlreiche Mitglieder des Trägervereins distanzierten sich in der Folge von Banga - darunter auch Regula Lüthi.

Kulturkommission stellt sich hinter Banga

Die Kulturkommission und ihre Präsidentin Angela Kummer, ebenfalls Mitglied der Partei von Stadtpräsident Banga, entschieden in zweiter Lesung nun 2012 keinen Anerkennungspreis zu vergeben, so «grenchen.net».

Boris Banga war für eine Stellungnahme noch nicht erreichbar. (san)