Unicef-label
Selzach will Kinder und Jugendliche enger ins Dorfgeschehen einbeziehen

Selzach möchte das Unicef-Label «Kinderfreundliche Gemeinde» erhalten. Der Gemeinderat will die Bemühungen um die Zertifizierung weiterführen.

Marlene Sedlacek
Drucken
Teilen
Der Gemeinderat tagte im Gemeindehaus Selzach.

Der Gemeinderat tagte im Gemeindehaus Selzach.

Michel Lüthi

«Werden Sie eine kinderfreundliche Gemeinde», wirbt ein Flyer der Unicef. Dieser Aufruf animierte den Gemeinderat zum Mitmachen. «Wir bieten Kindern und Jugendlichen im Dorf diverse Angebote», betonte Melanie Schaad, Vorsitzende der Arbeitsgruppe. Mit dem Label «Kinderfreundliche Gemeinde» würde ein sichtbares Zeichen gesetzt, dass die Jungen wichtig sind und ins Dorfgeschehen einbezogen werden, so Schaad weiter.

Der Kanton unterstützt dieses Jahr zehn Gemeinden bei der Erreichung der Auszeichnung mit einer Beteiligung von 60 Prozent an den Prozesskosten. Die Arbeitsgruppe rechnet nach Abzug des Kantonsbeitrags mit einem Aufwand von 9800 Franken, für Standortbestimmung, Prozesskosten und Aktionen mit den Kindern und Jugendlichen. Das Gesuch um Mitfinanzierung ist bereits eingereicht und somit ein Platz für Selzach reserviert.

Der Gemeinderat ist sich einig, dass die Bemühungen für eine solche Zertifizierung weiterverfolgt werden sollen. Doch der Entschluss über die Erweiterung der Arbeitsgruppe wurde noch vertagt. Nachdem Melanie Schaad Einsicht in das Projekt genommen hatte, musste sie feststellen, dass sie diese Aufgabe neben Beruf und Familie nicht zufriedenstelled angemessen wahrnehmen könne, und sie demissionierte bereits wieder. Marco Blum (FDP) bestätigte, dass eine Zertifizierung eine sehr komplexe Aufgabe sei. Sie würde ins Gemeindeleitbild aufgenommen, deshalb müssten die Kommissionsmitglieder vertieftes Wissen über die Gemeindestrukturen mitbringen.

Gemeindepräsidentin Silvia Sypcher (FDP) forderte die Fraktionen auf, nach geeigneten Personen für die Erweiterung der Arbeitsgruppe und die Besetzung des Vorsitzes Ausschau zu halten.

Ortsplanungsrevision dauert viel länger als geplant

Für die ersten beiden Phasen der Ortsplanungsrevision wird der vom Volk im Jahr 2017 gewährte Verpflichtungskredit über 195'000 Franken um rund 18'000 Franken überschritten werden. Grund dafür ist, dass der Bearbeitungsprozess doppelt so lange dauerte wie geplant und demzufolge doppelt so viele Sitzungen nötig waren, erklärte Silvia Spycher. Um die Ortsplanungsrevision abzuschliessen wird das Volk an der Gemeindeversammlung über einen Zusatzkredit von weiteren 100'000 Franken für die beiden letzten Phasen abstimmen müssen.

Der Gemeinderat verlängert die Leistungsvereinbarung mit dem Verein Budget- und Schuldenberatung Aargau-Solothurn um ein weiteres Jahr. Das Gremium ist davon überzeugt, dass der Nutzen für die Betroffenen hoch ist, da der Zugang zur Schuldenberatung an Bedingungen geknüpft ist, die die Nachhaltigkeit der Massnahmen sicherstellt.

Die Mitglieder aller Kommissionen wurden still gewählt, ausser in der Kultur- und Sportkommission und bei den Delegierten für den Vorstand Schulkreis BeLoSe. Dort waren ein, beziehungsweise zwei Personen zu viel nominiert und wurden in geheimer Abstimmung abgewählt. Ob die Arbeitsgruppen Ortsplanung und Verkehr aufgestockt werden, wird an einer späteren Sitzung beschlossen. Genügend interessierte Personen wären verfügbar.

Aktuelle Nachrichten