Richard Aschberger, selber Mitglied der Einbürgerungskommission der Bürgergemeinde Grenchen und Präsident der SVP Grenchen, sagt auf Anfrage: «Ich habe immer davor gewarnt, dass durch diese Initiative der Druck auf die Bürgergemeinden steigt.»

Aschberger, der selber nach etlichen Abklärungen und Gesprächen ein Nein in die Urne legt, findet es äusserst schlecht, dass sich hier lebende Ausländer einbürgern lassen wollen, weil sie befürchten, ausgeschafft zu werden: «Angst darf nicht der primäre Grund dafür sein, dass sich jemand einbürgern lassen will.»

Mitarbeiter seiner Firma, ebenfalls Secondos, die hier geboren seien, hätten sich bei ihren Bürgergemeinden bezüglich einer Einbürgerung erkundigt, weil sie Angst hätten, sagt er. Er selber sei zwar auch ganz klar für eine Verschärfung der Gesetzgebung.

Aber diese Initiative bezeichnet Aschberger als schlecht durchdacht und unausgereift. «Die meisten Leute, mit denen ich gesprochen habe, wissen gar nicht, was der Katalog alles beinhaltet und was für Mängel diese Initiative hat. Wenn nur schon die Reihenfolge von Delikten eine Rolle spielt, dann ist das Willkür und funktioniert so nicht.» (om)