Corona

Umzüge, Gosche-Nacht, Böög und Co.: Die Anlässe der Grenchner Fasnacht sind abgesagt

2021 gibts unter anderem keinen Fasnachtsumzug. (Archiv)

2021 gibts unter anderem keinen Fasnachtsumzug. (Archiv)

Alle offiziellen Anlässe der Vereinigten Fasnachtszünfte (VFZ) an der Fasnacht 2021 werden abgesagt. Dies ist der einstimmige Beschuss einer Zusammenkunft der Zunft- und Guggenmusikverantwortlichen, welche von Obernarr Patrick Meier organisiert wurde und an welcher als Berater auch Stapo-Chef Christian Ambühl, vielbeschäftigte Ansprechperson im Corona-Stab, teilnahm.

Konkret heisst das: Es wird keine Absetzung des Stapi geben, der Plausch wird nicht stattfinden, ebenso wenig die Chesslete und die Proklamation mit Beizen Rundgang der Schnitzelbankgruppen und Guggenmusiken. Die Gosche-Nacht fällt ebenso ins Wasser wie die «Guggen-Night», die beiden Umzüge (Erwachsene und Kinder), der Kinderball und natürlich auch das «Böögverbrennen».

Gefahr von ausweichenden Narren

Die Lage sei einfach zu unübersichtlich, man brauche jetzt aber Planungssicherheit, bevor Geld in die Hand genommen wird, lautete der Tenor. Dazu kommt, dass die Städte Olten und Solothurn die Fasnacht faktisch abgesagt haben. Das Gleiche gilt für unsere Nachbarsgemeinden Bettlach und Selzach.»

Grenchen würde da quer in der Landschaft stehen und es bestünde  die Gefahr, dass «arbeitslose» Närrinnen und  Narren auf Grenchen ausweichen und es zu Umständen kommen könnte, die auch mit dem besten Sicherheitskonzept  nicht zu handeln wäre.» Bei den einen oder anderen Zunftvertretern geistert zwar noch die Idee, mit kleineren Aktionen Zeichen zu setzen, dass die Fasnacht noch existiert.

Fakt ist aber: Die närrischen Tage wie in den letzten Jahren wird es nicht geben. Zufrieden zeigte sich Christian Ambühl: »Ich helfe gerne bei der Umsetzung von Veranstaltungen. Die Fasnacht in Grenchen wäre aber ein wohl unkalkulierbares Risiko, insbesondere da mit massivem Besuch von ausserorts zu rechnen wäre.»

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