Es werde 2014 keinen Uhrencup geben und Stand jetzt auch in Zukunft nicht mehr in Grenchen. Dies teilte Uhrencup-Chef Sascha Ruefer am Donnerstag zunächst mit. Ruefer macht auf Anfrage zweierlei Gründe geltend. Erstens sei es schwierig, mit den vorhandenen Ressourcen ein Fussballturnier dieser Grösse jährlich auszurichten. Zweitens spiele die Situation rund um den FC Grenchen eine Rolle.

Ein ehemaliger FCG-Funktionär hatte im Sommer Ruefer auf die Gewinnherausgabe des Uhrencups 2013 eingeklagt. Die Anzeige wurde aber umgehend wieder zurückgezogen, ist aber noch nicht erledigt, weil es sich um Vorwürfe handelt, die von Amtes wegen verfolgt werden müssen.

Präsident Rolf Bieri hat sich nur halbherzig von der Klage distanziert. Solange Bieri beim FCG das sagen habe, sei eine Zusammenarbeit unmöglich, sagte Ruefer zunächst. Auch die Motivation, weitere Events zu organisieren, sei gleich null. Für Ruefer steht offenbar auch die Veranstaltung «Stars & Dinner» zur Disposition.

Auch wenn Ruefer am Abend noch relativierte, man wolle zuerst ein «gemeinsames wording» mit der Stadt vereinbaren: Mit dieser Ankündigung erreicht der Konflikt um das bedeutendste Fussballturnier der Schweiz eine neue Eskalationsstufe.

Ruefer und der FC Grenchen stehen seit geraumer Zeit im Clinch um die Rechte am Turniernamen. Der Verein, der die Rechte vor 10 Jahren explizit an Ruefer abgegeben hatte und ihn mit der Durchführung beauftragte, will mehr Geld sehen. Ruefer betont, dass er in den Folgejahren namhafte Beträge an den FCG überwiesen habe.