Grenchen
Ueli Maurer: «Die Schweiz ist keine Insel der Glückseligkeit»

Der Chef der Logistikbasis LBA der Armee, Divisionär Daniel Baumgartner, lud seine Mitarbeiter zum jährlichen Jahresrapport nach Grenchen ins Velodrome. Auch VBS-Chef Ueli Maurer und Chef der Armee André Blattmann waren auf Platz.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Einen Terroranschlag kann man laut Ueli Maurer nie ausschliessen. Dennoch stehe die Schweiz sicher nicht im Fokus.

Einen Terroranschlag kann man laut Ueli Maurer nie ausschliessen. Dennoch stehe die Schweiz sicher nicht im Fokus.

Keystone

Ein aussergewöhnlicher Grossanlass stand gestern Vormittag im Velodrome Grenchen auf der Agenda: Der Jahresrapport der Logistikbasis Armee (früher auch die Zeughäuser genannt) wurde durchgeführt, zu dem alle der 3500 Mitarbeitenden geladen wurden.

Zu Beginn des Jahresrapportes LBA wurde der Toten gedenkt. Alle 4000 Anwesenden, auch jene auf den Tribünenrängen, erhoben sich.
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Die Solothurner Regierungsvertreter und BR Ueli Maurer in der ersten Reihe.
Mittagessen fassen in einem der Verpflegungszelte.
Als Überraschung sang Fabienne Louves «Gilberte de Courgenay».
Divisionär und Chef der LBA Daniel Baumgartner lud zum Rapport.

Zu Beginn des Jahresrapportes LBA wurde der Toten gedenkt. Alle 4000 Anwesenden, auch jene auf den Tribünenrängen, erhoben sich.

Hansjörg Sahli

Mit dabei waren zusätzlich rund 500 Gäste aus Militär, Politik und Wirtschaft. Geladen hatte der Chef Logistikbasis, Divisonär Daniel Baumgartner, und zu seinen Gästen gehörten Bundesrat und Chef VBS Ueli Maurer, der Chef der Armee André Blattmann, sowie der Nobelpreisträger für Chemie von 2002, Kurt Wüthrich.

Ab 9 Uhr strömten die Besucher unentwegt ins angebaute Zelt des Velodromes, wo Kaffee mit Gipfeli oder Nussschnäggli gereicht wurden. Dann hiess es Abmarsch ins Velodrome, und bis schliesslich der Letzte einen Sitzplatz gefunden hatte, dauerte es eine gute halbe Stunde.

Pünktlich begrüsste Daniel Baumgartner seine Mitarbeitenden und hielt den Jahresrapport ab. «Sind wir bereit?», fragt er kritisch in die Halle und beschwor alle, sich für die Umsetzung der Weiterentwicklung der Armee WEA einzusetzen.

Diesen Faden nahm Bundesrat Ueli Maurer auf, der vorab allen für ihren alltäglichen Arbeitseinsatz dankte. Es freue ihn besonders, in dieser Halle in Grenchen, die dank privater Initiative und mithilfe des Bundes realisiert werden konnte, zu sein.

Mit Blick auf die jüngsten Ereignisse in Paris erinnerte Maurer an die stete und sich immer wieder wandelnde Bedrohungslage in der Welt: «Diese Situation hat uns eigentlich nicht überrascht», meinte er und erinnerte, dass die Schweiz – auch wenn sie nicht direkt bedroht würde – nicht eine Insel der Glückseeligkeit sei.

Die Schweizer Armee sei aber gerüstet, nicht zuletzt auch deshalb, weil im Parlament ein Umdenken stattgefunden habe. André Blattmann, Chef der Armee, forderte von den Logistikbasen: «Wir müssen eine Mobilmachung wieder jederzeit logistisch möglich machen».

So eingeschworen, liessen sich die Anwesenden gerne von zwei Musiktiteln der Sängerin Fabienne Louves, sowie einem Mini-Tattoo des Rekrutenspiels
16-3/2014 unter Oblt Roger Hasler verzaubern.

Während der Mittagspause und kurz nachher zeigten die Militärsportler des Schweizer Bahnvierers auf der Piste des Velodromes, was Spitzenradsport ist.