Grenchen

Turnhallen bleiben für Vereine vorerst geschlossen

Für Vereine gibt es weiterhin keinen Zugang zu den Turnhallen. (Archiv)

Für Vereine gibt es weiterhin keinen Zugang zu den Turnhallen. (Archiv)

Christian Ambühl, Kommandant der Stadtpolizei und Stabschef des Corona-Sonderstabs, zur aktuellen Lage.

In Grenchen sei die Lage recht ruhig, schreibt Ambühl in seinem Lagebericht. Geschäfte, Restaurants und Sportstätten würden ihr Bestmögliches geben, den Vorgaben des BAG zu entsprechen. Dieser Aufforderung kämen auch die Bürger noch nach. «Es ist aber bereits festzustellen, dass aufgrund der Lockerungen auch die Bevölkerung sich immer weiter von den Massnahmen entfernt und eine wirkliche Umsetzung immer schwieriger wird.»

Viele vom Bundesrat getroffenen Lockerungen würden sich überschneiden und seien unklar: «Stehen Koordinationsprobleme an, werden diese von der Bundesebene auf die Kantonsebene geschoben und die delegieren gewisse Entscheide, welche aus meiner Sicht weiterhin koordiniert sein sollten, an die Gemeinden», schreibt Ambühl. Somit müsse sich der Sonderstab auch mit der Frage auseinandersetzen, ob jetzt die Schule noch als geschlossene Einheit zu betrachten sei oder die Turnhallen jetzt für Vereine, welche wieder trainieren dürfen, zu öffnen sind.

Der Sonderstab sei zum Entschluss gekommen, dass man die notwendige Reinigung und Desinfektion nicht den Vereinen überlassen könne. Weiter mache es auch keinen Sinn, das Konzept der Schulen rund drei Wochen vor Ferienbeginn noch zu sprengen und ein neues Risiko einzugehen. «Somit bleiben die Hallen für die Vereine bis zu den Sommerferien weiterhin geschlossen.» Ob es für die Sommerferien eine Sonderlösung gebe, sei noch offen.

Persönlich erwarte er, dass im Herbst eine zweite Covid-19-Welle auf uns zukomme. Da der Bundesrat nicht mehr frei entscheiden und wohl kaum mehr harte Massnahmen verordnen könne und auch Wirtschaft und Bevölkerung einen weiteren Lockdown weder akzeptieren noch umsetzen würden, bestehe die Gefahr, dass es uns hart treffen könnte. Dies, obschon man eigentlich vorbereitet sei und nicht mehr überrascht werde. (om)

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