Zurzeit sieht es betreffend Branchenmix in Grenchen nicht gerade rosig aus. Viele Geschäfte mussten schliessen, Restaurant gingen zu. In letzter Zeit hat sich die Situation aber wieder etwas erholt, und sie schüchtert offenbar nicht alle ein. Das zeigt das Beispiel von Michael Arn: Am 6. Oktober wird er den Spielzeugladen «Arn & Co. Spielewelt» eröffnen.

Gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin Alexandra Auster hat Michael Arn vor, eine Marktlücke zu schliessen. Noch sieht es im Geschäftsladen an der Kirchstrasse in Grenchen eher chaotisch aus. Erst ein Regal ist aufgebaut, die Kartonschachteln stehen am Boden, diverse Plüschtiere sind noch nicht ausgepackt. Schon bald soll der Ort aber ein Paradies für kleine und grosse Kinder sein.

Urgrenchner wird selbstständig

Der in Grenchen geborene, aufgewachsene und ausgebildete Geschäftsführer kann sich noch gut an den früheren Spielzeugladen Maillard erinnern, in welchem er einst als Kind Kunde war. Seit der Schliessung des Shops muss man für eine breite Auswahl von Spielzeugen nach Solothurn oder Biel fahren. Dies will Arn nun ändern. Begonnen hat die Idee, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, mit dem Online-Verkauf von Spielwaren, mit dem Arn laut eigenen Abgaben «ziemlich erfolgreich» war. Jetzt will der ursprünglich gelernte Polymechaniker aber selbstständig werden und hofft auch im Geschäft auf Erfolg und zahlreiche Kunden. «Da in den umliegenden Gemeinden keine Konkurrenz vorhanden ist, finde ich den Standort in Grenchen ideal, und so haben wir uns schliesslich dazu entschieden hier unseren Laden zu eröffnen», erklärt Michael Arn.

Ein Standort in zentraler Lage

Nachdem sich Arn mit seiner Lebenspartnerin verschiedene Ladenlokale in der Stadt Grenchen angeschaut hat, fiel die Entscheidung schliesslich auf den Geschäftsraum an der Kirchstrasse, welcher einige Zeit leer gestanden ist. «Dieser eignet sich nicht nur aufgrund der zentralen Lage, sondern auch weil er im Rahmen des Budgets liegt», sagt Arn.

Die Rückmeldungen, welche Auster und Arn bisher erhalten haben, seien durchwegs positiv gewesen, auch wenn man ausgerechnet beim Gewerbeverband bis gestern noch gar nichts vom Zuwachs wusste. «Man freut sich darauf, dass nun nach langer Zeit endlich wieder ein Spielzeugladen nach Grenchen kommt», weiss Michael Arn, «und dass man in Zukunft für den Einkauf von Spielwaren nicht mehr einen weiten Weg auf sich nehmen muss, ist für viele eine willkommene Erleichterung.»

Das Angebot soll letztlich die ganze Bandbreite der Spielewelt abdecken: von Karten-, Brett- und Würfelspielen über Puzzles bis zu Rennbahnen. Für die Zukunft kann sich Arn sogar vorstellen, einmal monatlich Spieltage durchzuführen, an denen Jung und Alt teilnehmen können. Zudem schweben ihm Spielturniere vor, welche man mit Kartenspielen durchführen könnte.